"Irma", "Guchol", "Katia", "José": Tropenstürme am Fließband

Wirbelsturm Irma. Bild: Nasa

Eine Woche nach "Harvey" doht dem nordamerikanischen Festland der nächste Tropensturm. Auch China ist schon wieder betroffen

Gerade eine Woche ist es her, dass Hurrikan "Harvey" Texas unter Wasser setzte, nun rauscht schon der nächste Hurrikan heran. "Irma". Der neue Wirbelwind, der derzeit Haiti verwüstet, Kuba bedroht und demnächst auch auf Florida treffen könnte, hat sogar gleich zwei Kollegen. Im Golf von Mexiko und westlich von "Irma" haben sich die Tropenstürme "Katia" und und "José" gebildet. Letzterer sei nahe an der Hurrikan-Stärke, heißt es beim US-Hurrikan-Center.

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(Bild: WMO )

Außerdem schrammt gerade, wie obige Grafik zeigt, der Tropensturm "Guchol" an Taiwan vorbei, der vorher als "Kiko" sein Unwesen auf den nördlichen Philippinen getrieben hatte. Am Donnerstag wird der Sturm vermutlich nach Norden drehen und die chinesischen Küste treffen, wo allerdings bisher nur die unterste Warnstufe ausgerufen wurde.

Unterdessen hat "Irma" die höchste Hurrikan-Kategorie erreicht und gilt als der stärkste Sturm, der je in der Region nördlich der Antillen beobachtet wurde. Entscheidend für sein potenziell zerstörerisches Wirken wird jedoch vor allem auch seine Zugbahn und die Geschwindigkeit sein, mit der er sich bewegt.

Was Ersteres angeht, so ist schon jetzt klar, dass es die Menschen auf zahlreichen Inseln schwer treffen wird oder schon getroffen hat. Mit dabei das ohnehin schwer gebeutelte Haiti. Auch Florida und sicherlich die Bermuda-Inseln werden vermutlich in den nächsten Tagen getroffen. Das lässt zumindest die Vorhersage des US US-Hurricane-Centers erwarten, die zudem zeigt, dass "José" auf dem gleichen Pfad folgen könnte.

Derweil schreibt die Entwicklungshilfeorganisation Miserior über die Verstärkung ihrer Nothilfe in den nordostindischen Bundesstaaten Bihar und Assam. Oberste Priorität habe die Versorgung mit saubereme Trinkwasser. Dort und im benachbarten Nepal sowie Bangladesch kommt es, wie berichtet, seit Juni zu schweren Überschwemmungen aufgrund von starken Monsun-Niederschlägen.

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