Japans Bevölkerung schrumpft

In Japan haben sinkende Geburten- und Bevölkerungszahlen Rekordniveau erreicht

Weil Japan kaum Zuwanderung zulässt, aber eine der niedrigsten Geburtenraten hat, beginnt die Bevölkerung nun schnell zu schrumpfen. 2005 hatte die Bevölkerungszunahme ihren Peak erreicht hat, die Zahl der Japaner blieb dann einige Jahre stabil, seit 2010 begann sie zu sinken.

Nach dem japanischen Innenministerium lebten Ende März 126.659.683 Menschen in Japan. Das sind 263.727 weniger als 2011 und ein doppelt so hoher Verlust wie im Vorjahr. Mit dem Rekordverlust sinkt die Bevölkerungszahl das dritte Jahr hintereinander. Auch der Rückgang der Geburten auf knapp mehr als eine Million stellt einen neuen Rekord dar.

Allerdings ist für den hohen Rückgang der Bevölkerung in diesem Jahr nicht allein der Geburtenrückgang verantwortlich, durch den die Todesfälle nicht ausgeglichen werden können, sondern auch die Folge des Erdbebens, des Tsunamis und der Reaktorkatastrophe. Erstmals wurde die Zahl der Immigranten von der der Auswanderer überschritten. So verließen 57.155 Japaner mehr ihre Heimat, als Menschen aus anderen Regionen zuwanderten. Wenig verwunderlich sank die Zahl der Menschen in der Präfektur Fukushima um 2,17 Prozent, in der benachbarten Präfektur Iwate wurden 1,28 Prozent weniger gezählt, während in sieben Präfekturen wie in Tokyo oder Okinawa eine Bevölkerungszunahme verzeichnet wurde.

In Deutschland kamen 2010 677.947 Kinder auf die Welt, halb so viele wie 1960. Die Zahl der Geburten geht mit Ausnahme von 2007 seit 1998 kontinuierlich zurück. In Deutschland schrumpft die Bevölkerung bereits seit 2003. Von 2008 auf 2009 gab es einen deutlichen Sprung, als die Zahl der Menschen von 82,0 Millionen um 200.100 auf 81,8 Millionen sank, das ist ein Rückgang um 0,2 Prozent. Im Jahr zuvor sank die Bevölkerung schon um 215.000 Personen (2007: – 97 000 Personen; 2006: – 123 000 Personen).

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