Jordanien will auch Atomenergie nutzen

Immer mehr Staaten im Nahen Osten wollen Atomenergie zu friedlichen Zwecken nutzen und erschweren damit die US-Politik gegenüber Iran.

Jordanien willen nicht abseits stehen. König Abdullah hat am letzten Sonntag gefordert, dass das Atomprogramm des Landes nun schneller umgesetzt werden müsse, um die Abhängigkeit von Energie-Importen zu reduzieren. Bis 2030 soll Atomstrom 30 Prozent der im arabischen Königreich erzeugten Energie liefern. Jordanien soll Tausende von Tonnen Uran als Ressource besitzen.

Langfristig soll Jordanien von einem Energie-Importeur zu einem Energie-Exportland werden. Gegenwärtig bezieht das Land 95 Prozent seiner Energie aus den Nachbarländern. Neben der Atomenergie sollen auch erneuerbare Energien gefördert werden. Offenbar denkt man auch an eine Wiederaufbereitung. Genutzt werden soll Atomenergie nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch für Entsalzungsanlagen, für die Landwirtschaft und die Medizin.

Nach König Abdullah soll Jordanien, wie Iran ein Unterzeichner des Atomwaffensperrabkommens, ein regionales Modell für die friedliche Nutzung der Atomkraft gemäß den internationalen Regeln werden. Der Alliierte der USA macht es der US-Regierung nicht leichter, den scharfen Kurs gegen Teheran zu fahren.

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