Juli 2016: Der bisher wärmste Monat

Die Kette der Rekordmonate wird immer länger

Die Auswertung der weltweiten Temperaturdaten für den Juli liegt vor. Nach den Berechnungen des Goddard Institutes for Space Studies der US-Weltraumbehörde NASA war der vergangene Monat der wärmste je gemessene Juli. Im Mittel lagen die Temperaturen um 0,84 Grad Celsius über dem Mittel der Jahre 1951 bis 1980.

Der Juli 2016 war zugleich der wärmste je gemessene Monat, da die globale Temperatur generell im Sommer der Nordhalbkugel ihren Höhepunkt erreicht. Da das Land sich im Sommer stärker aufheizt und im Winter schneller und intensiver auskühlt als das Wasser der Meere, führt die ungleichmäßige Verteilung der Kontinente und Ozeane zu einem ausgeprägten Jahresgang in der globalen Temperatur.

Der Juli war außerdem der zehnte Monat in Folge, in dem jeweils ein neuer Rekord für den jeweiligen Monat aufgestellt wurde. Das ist in den GISS-Daten die mit Abstand längste entsprechende Periode, die allerdings langsam zu Ende gehen dürfte. Das El-Niño-Ereignis im äquatorialen Pazifik, das zu den hohen Temperaturen beigetragen hat, ist inzwischen abgeebbt. Entsprechend waren die Unterschiede im Juni und Juli zu den vorherigen Rekordwerten bereits deutlich geringer als in den Wintermonaten.

Auch der japanische Wetterdienst kommt in seiner Analyse zu dem Schluss, dass der Juli 2016 der bisher wärmste Juli seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahre 1891 war. Er benutzt die Periode 1981 bis 2010 als Referenz und ermittelt für den Juli 2016 eine Anomalie, das heißt eine Abweichung, von +0,44 Grad Celsius.

Von der US-Behörde für Ozeane und Atmosphäre NOAA liegen noch keine Daten vor. Sie müssten unter dem angegebenen Link aber in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Die verschiedenen Analyseansätze unterscheiden sich vor allem im Umgang mit den Lücken in den Daten. Vor allem im Inneren Afrikas, in den polaren Regionen und auf Teilen der Weltmeere sind die Messnetze sehr weitmaschig. Mehr dazu kann in einem interessanten Text der NASA nachgelesen werden. Dort sind auch weiterführende Links zu vertiefenden Informationen über die angewendeten Analysemethoden zu finden.

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