Kiffen für die Bundeswehr

Wie ist es eigentlich um den Drogenkonsum liberaler Steuerpolitiker während der Arbeitszeit bestellt?

Medien und Politiker machen den Kabarettisten zunehmend das Leben schwer. Ein ehemaliges Nachrichtenmagazin aus Hamburg feiert den Verteidigungsminister und seine bigotte Gattin ganz im Stile der Regenbogenpresse, und die FDP will die Alkoholsteuer erhöhen, um die Luftfahrtbranche zu entlasten ( Anti-Klimapolitik mit Alkohol- und Nikotinsteuer). Da kann man doch eigentlich nur noch, wie es die Globalisierungskritiker von ATTAC in einer nicht ganz ernst gemeinten Presseerklärung tun, die Freigabe von Marihuana und anderen weichen Drogen fordern, um mit deren Besteuerung der Rüstungsindustrie die Auftragsrückgänge durch die Verkleinerung der Bundeswehr zu versüßen.

"Rauchen für Stahlkonzerne, Saufen für Fluggesellschaften - das geht in die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Wir fordern daher: Kiffen für die Rüstungsindustrie", meint Detlev von Larcher vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Es gelte schließlich, die zu erwartenden Auftragsrückgänge der Rüstungsindustrie durch die geplante Verkleinerung der Bundeswehr aufzufangen. Und wer weiß, vielleicht haben die Steuerpolitiker der Liberalen ja schon mal einen Selbstversuch gestartet, freilich sicherlich ohne dafür Steuern abzudrücken.

"Unser sarkastischer Vorschlag ist die nahe liegende Reaktion auf den unglaublichen Zynismus, gepaart mit Dilettantismus, mit dem die schwarz-gelbe Koalition ganz offen und ungeschminkt Politik ausschließlich im Interesse der Industrie macht." Die Ausweitung der Ökosteuer und die Luftverkehrsabgabe seien die einzigen sinnvollen Regelungen des ansonsten vollkommen unsozialen und ökonomisch unsinnigen Sparpaketes.

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