Killerspiel Fußball

Fan tötet Zweijährige

Das zentrale Element des Fußballfantums ist, so scheint es, das mutwillige Stören anderer Leute. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit stundenlang hupend und trötend Straßen und Höfe terrorisieren. Wenn es aber um die eigene Ruhe geht, dann können Fußballfans überraschenderweise sehr empfindlich reagieren.

Das bewies, wie jetzt bekannt wurde, ein Texaner, der seine zweijährige Stieftochter tötete, weil sie ihn während des Spiels der US-Nationalmannschaft gegen Ghana durch Weinen störte. Nachdem der 27-Jährige das Kind erschlagen hatte, drückte er ihm nach Vermutungen der Polizei eine Schraube in den Hals. Damit wollte er seine Tat vertuschen und den Eindruck erwecken, das Kind haben den Gegenstand verschluckt und sei daran erstickt.

Trotz des vom Täter selbst eingestandenen unmittelbaren Zusammenhangs der Tat mit seiner Fußball-Leidenschaft wurden bisher noch keine Forderungen nach einem Verbot des "Killerspiels" laut – anders als bei Computerspielen, wo sehr viel konstruiertere Zusammenhänge für entsprechende Pläne ausreichen.

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