Kohleverladung blockiert

In Australien machen Umweltschützer mit Protesten gegen Kohlekraftwerke ernst.

Im Hafen von Sydney haben sich am Dienstag Morgen (Ortszeit) fünf junge Umweltschützer, an ein Förderband angekettet, das für die Verladung von Kohle verwendet wird, berichtet der Sydney Morning Herold. Die vier Frauen und ein Mann wollten damit gegen die zögerliche Haltung der australischen und anderer Regierung in Sachen Klimaschutz protestieren. In Sydney treffen sich derzeit die Vertreter von 21 Pazifikanrainer-Staaten. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der globale Klimawandel. Am Montag hatten sich bereits Umweltschützer in einem Kohlekraftwerk im australischen Bundesstaat Victoria an die Förderanlagen angekettet und damit die Stromproduktion mehrere Stunden gestört. Die Verbrennung von Kohle gehört weltweit zu den wichtigsten Quellen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), das wiederum für etwa 60 Prozent des anthropogenen Treibhauseffektes verantwortlich ist. Unter diesem verstehen die Wissenschaftler jenen durch verschiedene Emissionen aus menschlichen Aktivitäten verursachten Treibhauseffekt, der die natürlichen Treibhauseigenschaften der Atmosphäre verstärkt.