Kritik an Veranstalter und Stadtverwaltung

Auf der Duisburger Love Parade gab es nach aktuellem Stand mindestens 19 Tote und über 340 Verletzte

Bei einer Massenpanik in einem Tunnel gab es auf der gestrigen Love Parade in Duisburg mindestens 19 Tote und 340 Verletzte. Am frühen Samstagabend hatte die Polizei noch von wenigstens 10 Toten und 15 Verletzten gesprochen. Als ein unmittelbarer Auslöser der Panik gilt mittlerweile, dass Menschen über steile Wände aus der dicht gedrängten Masse zu entkommen versuchten und auf sie herabstürzten. Allerdings werden auch zunehmend kritische Fragen zur Planung des Veranstalters und der kommunalen Sicherheitsbehörden laut.

In den Internetforen der WAZ sprachen Teilnehmer anhand der Größe des Geländes und des Tunnels bereits am 21. Juli von "Chaosplanung" und der Gefahr von Todesfällen. Am 23. Juli zitierte ein "Alex" einen Feuerwehrmann, der meinte, dass die Veranstaltung "eigentlich gar nicht erlaubt sein dürfte" und man nicht wisse "wie [...] im Falle einer Panik reagiert werden soll". Ein User mit dem Nick "HIFI" vermutete am selben Tag, dass Veranstalter und Stadtverwaltung sich wohl nicht blamieren und Verträge einhalten wollten und riet allen Lesern, zuhause zu bleiben.

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