"Mangkhut" und "Florence": Stürme richten schwere Verwüstungen an

Florence am 14. September. Bild: NOAA

Im Hambacher Forst werden derweil mit Polizeigewalt die Voraussetzungen geschaffen, dass Deutschland seinen Beitrag zum Klimaschutz auf jeden Fall nicht leisten wird

Der Taifun "Mangkhut" hat am Samstagmittag Ortszeit den Norden der Philippinen erreicht und hat inzwischen die südchinesische Küste etwas westlich von Hongkong und Macao erreicht. Nach Angaben der Weltmeteorologieorganisation WMO war er in diesem Jahr der bisher stärkste tropische Wirbelsturm und einer der schwersten Stürme seit "Haiyan", der 2013 schwere Verwüstungen auf dem Archipel angerichtet und mehrere tausend Todesopfer gefordert hatte.

Im Vergleich dazu verlief der Durchzug von "Mangkhut" - auf den Philppinen "Omong" genannt – glimpflich. Die philippinische Zeitung Inquirer berichtet von 25 Toten. Im Durchzugsgebiet des Taifuns im Norden der Insel Luzon sei die Stromversorgung und auch die Telefonverbindungen unterbrochen. Fünf Millionen Menschen lebten dort. In vielen Teilen Luzons, wo der meiste Reis des Landes angebaut werde, seien die Feldfrüchte einen Monat vor der Ernte vernichtet worden. Es gebe Berichte von zerstörten Häusern und Straßen sowie von Erdrutschen.

Die WMO berichtet, dass der Sturm vor der Küste der Philippinen in seinem Zentrum einen Druck von lediglich 905 Hektopascal (hPa - ein hPa entspricht einem Millibar, einer früher gebräuchlichen Einheit für den Druck) hatte. Die stärksten Winde hätten im 15-Minuten-Mittel mit einer Geschwindigkeit von 210 Kilometern in der Stunde geweht und in Böen gar 285 Kilometern pro Stunde.

Selbst im 600 Kilometer vom Taifunzentrum entfernten Manila habe es noch sehr starke Winde und Niederschläge gegeben. Stellenweise sei das Hochwasser sechs Meter über Normal gestiegen. Der Niederschlag haben 200 bis 350 Millimeter betragen (200 bis 350 Liter pro Quadratmeter).

Einige Stunden vor "Mangkhut" war in den USA "Florence" auf die Küste gestoßen. Davor hatte der Sturm sich zwar abgeschwächt, sodass die beobachteten Windstärken mit 150 Kilometer pro Stunde deutlich unter denen "Mangkhuts" lagen. Sie reichten allerdings immer noch für erhebliche Verwüstungen. NBC berichtete bereits am Freitag (Ortszeit) von neun Toten und abgedeckten Dächern.

Die lokale Nachrichtenplattform WFTV berichtete am gestrigen Samstag, dass der Sturm praktisch über der Grenzregion zwischen den Bundesstaaten North und South Carolina verharrt. Es seien bereits bis zu zwei Fuß (610 Millimeter) Niederschlag – also erheblich mehr als auf den Philippinen – gefallen, und bis zum Ende des Wochenendes würden weitere 1,5 Fuß (450 Millimeter) erwartet. Entsprechend treten Bäche und Flüsse in der Region massiv über die Ufer.

Hinzu kommt eine Sturmflut, verursacht durch starke, auf die Küste drückende Winde. Bei fehlenden Deichen kann ein Hochwasser von stellenweise mehr als drei Metern über NN bereits große Zerstörungen anrichten. Verschlimmert wird die Sturmflut durch den steigenden Meeresspiegel, der in der betroffenen Region überdurchschnittlich ausfällt. Die WMO spricht davon, dass der Pegel in Wilmington, North Carolina, in dessen Nähe "Florence" die Küste getroffen habe, einen Anstieg von 20 Zentimetern seit den 1930er Jahren zeige.

Im rheinischen Braunkohlerevier geht derweil die Räumung weiter, damit RWE auch in 20 Jahren noch Treibhausgase in die Luft blasen kann. Die Begründung dafür grenzt, wie berichtet, an Rechtsbeugung: Es sei Gefahr im Verzuge für die Bewohner der Baumhäuser.

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