Mieses Spiel auf dem Mond

Neben der Spur

Mapped man den Radius der Akteure von 1969 auf dem Mond mit der Grösse eines Fussballfeldes, dann ist man fast ein wenig enttäuscht über diese Apollo-Mission.

Das ist schon ein schöner Mond, der alle vier Wochen verführerisch und kugelrund wie ein Fussball am Nachhimmel steht. Seit 1969 können wir stolz sagen: Ja, wir waren oben. Also nicht wir, eigentlich mehr ein paar US-amerikanische Astronauten. Aber ein wenig stolz ist man schon, dass es die Menschheit nicht nur einmal geschafft hat, den eigenen Fuss von der Erde weg auf einen Steinhaufen im All zu setzen.

Es sah ja auch so spielerisch einfach aus, was Neil Armstrong da an der Leiter fabrizierte. Kleiner Schritt für ihn als Menschen, aber grosser Schritt für die Menschheit, ja, das hat man in der Schule gelernt. Aber nun muss man schon ein wenig schlucken, wenn man sich vor Augen führt, wie klein die Schritte eigentlich waren.

Dankenswerterweise hat sich

und den Bewegungsradius der Astronauten auf ein Fussball-Feld gemapped. Und da kommt klar raus: Eigentlich sind die Jungs aus der eigenen Hälfte nicht rausgekommen. Wäre die Nationalmannschaft da oben tätig gewesen, hätte man gesagt gut, dass ist aber auch ein strategisch klar angelegtes Spiel gewesen, da darf man das mit dem gegnerischen Torraum nicht immer in den Vordergrund stellen. Nur dummerweise hatten diese US-Astronauten da oben gar keine Gegner. Die haben sich ja im irdischen Moskau in die Militärmützen gebissen. Es ist nicht immer leicht zu verlieren.

Aber gut, das war ja alles kein Spiel. Das hat man dann bei der Apollo 13 gesehen.

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