Mitt Romney: Unternehmer sollen ihren Angestellten sagen, was sie wählen sollen

Wie eine geleakte Audio-Datei belegt, sollen die Unternehmer deutlich machen, was am besten für ihr Unternehmen und daher für die Arbeitsplätze der Angestellten sei

US-Unternehmer wie die Multimilliardäre Koch, die auch die Tea-Party-Bewegung unterstützt haben und alles machen, um ihren Reichtum zu schützen, raten ihren Mitarbeitern, den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu wählen, wenn sie ihre Arbeitsplätze, so die Drohung, behalten wollen. Bis 2010 war es den Unternehmern untersagt, politisch ihre Angestellten zu beeinflussen. Mit dem "Citizens United"-Urteil können Unternehmen nun nicht nur massiv Wahlspenden für Wahlwerbung einsetzen, gedeckt durch die Meinungsfreiheit, die nun auch für Unternehmen gilt, können diese auch ihre politische Meinung äußern.

Den Angestellten Angst zu machen, sie würden bei einer Wahlniederlage von Romney ihren Arbeitsplatz verlieren, während die Wirtschaft abstürzt, hat Mitt Romney selbst den Unternehmern geraten, die vermeiden wollen, höher besteuert zu werden. Wie nun durch In These Times bekannt wurde, hatte Romney am 6. Juni in einer Townhall-Telekonferenz der konservativen National Federation of Independent Business in seinen abschließenden Bemerkungen die Devise ausgegeben, die Unternehmer sollten ihren Angestellten sagen, was sie wählen sollen. Zuvor hatte er etwa ausgeführt, dass die Obama-Regierung schlecht für Unternehmer und "feindlich gegenüber kleinen Unternehmern" gewesen sei, oder sich auch über die Umwelt- und Klimaschutzregeln beklagt, die Unternehmen behindern:

"Ich hoffe, Sie machen Ihren Angestellten deutlich, was für Sie bei den kommenden Wahlen im besten Interesse für Ihr Unternehmen und damit für deren Job und Zukunft ist."

Allerdings machte Romney dies nicht ganz plump, sondern sagte, die Unternehmer sollten Ihre Meinung, egal ob Sie für ihn oder für Obama seien, den Angestellten deutlich machen. Es sei nun ganz legal, den Angestellten zu erklären, was für das Unternehmen am besten wäre, diese würden dies bei der Wahl sicher berücksichtigen. Besonders den jungen Menschen müsse man klarmachen, dass die USA mehr Unternehmen benötigen, die wachsen und gedeihen: "Sie müssen verstehen, dass das, was der Präsident durch die Schuldenaufnahme von einer Billion Dollars mehr jedes Jahr macht, als wir ausgeben, eine Kredikarte belastet, die sie abzahlen müssen, und dass ihre Zukunft sehr stark durch die Politik, die der Präsident verfolgt, gefährdet wird. Daher brauche ich Sie, dass Sie hinausgehen und Wahlkampf machen."

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