Mobile Perpetuum in der Unendlichkeit

Neben der Spur

Stell Dir vor: Du bist tot und keiner updated das als Deinen Status auf Facebook.

Nichts kann einen bekanntermaßen bei der Himmelfahrt so ärgern wie zwei Dinge: Den Gasherd nach dem Selbstmord nicht abgedreht zu haben und den eigenen Facebook-Update nun nicht mehr vornehmen zu können. Schließlich ist man nun definitiv offline. Weniger Internet geht nicht auf der anderen Seite des Lebens.

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Nun gibt es aber einen Service, der sich um genau das sorgt, damit wir uns keine Sorgen mehr machen müssen. Perpetu kümmert sich darum, unseren letzten Willen online upzudaten. Auf allen Kanälen, die man mit dem Service festlegt. Alles was man dazu braucht, das ist ein eineindeutiger Code von Perpetu, den man einem Anverwandten oder Vertrauten in die Hand drückt, und schon gibt es eine Leben nach dem Surfen. Auf Facebook, Flickr oder überall da, wo man Perpetu die Erlaubnis gegeben hat, noch eine Botschaft aus dem Jenseits an die Follower, Freunde und Empfänger zu schicken.

So etwas wie #Fail, Gasherd eben doch nicht sicher oder #Foodporn, ich heute mal vom Backrohr auf dem Teller. Mit Bild.

Nur dumm, dass man vielleicht kurz vor dem Wolkentor, mit Petrus und den Engeln schon im Blick, voller Entsetzen feststellen muss: Man hat vergessen den Perpetu-Code an eine nahestehende Person zu geben.

Herrgott, Essig mit Update. Klappe zu und PC aus.

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