NSA baut Lauschzentrum in Wiesbaden

Die ursprünglich von Snowden stammende Information hat der Präsident des BND nun bestätigt

Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung baut die NSA in Wiesbaden ein neues Abwehrzentrum im Hauptquartier der US-Armee. Das habe Gerhard Schindler, der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), gestern in der Sitzung des Innenausschusses bestätigt. Das 124 Millionen teure Gebäude für das "Consolidated Intelligence Center" soll nach Snowden, wie er im Spiegel-Gespräch sagte, abhörsichere Büros und ein Kontrollzentrum haben. Damals sagte er auch, dass der BND mit der NSA "unter einer Decke" stecke.

Bekanntlich weiß der BND angeblich nichts von den NSA-Lauschprogrammen, und die Bundesregierung will von den Plänen zum Bau der Geheimdienstzentrale auch nichts wissen, mit der auch Emails und Telefongespräche abgehört werden sollen. Nach Angaben der Tagesschau ist das Europabüro der NSA in Stuttgart, in Griesheim arbeiten Mitarbeiter des Informationssicherheitszentrums im Dagger-Komplex ( Staatsschutz schüchtert präventiv Spaziergänger ein] und in Wiesbaden sind bereits im Hauptquartier der US-Armee NSA-Mitarbeiter tätig. Die Amerikaner wollen sich beim Bau ihres neuen Zentrums überhaupt nicht in die Karten schauen lassen, selbst die Materialien werden aus den USA eingeführt.

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