Neue Digital-Berufe, aber dringend

Neben der Spur

Seit Twitter an die Börse geht und der Social Media Manager auch nicht mehr das ideale Berufsziel darstellt, schreit alles nach dem neuen Killerjob mit der Maus.

Angeblich schiessen Jobs mit "Social Media" im Titel nicht mehr wie Pilze aus dem Boden. Nun, deren Anzahl (Jobs, nicht Pilze - Berufspositionen, nicht R.I.P. Apple Chef) wächst immer noch laut Indeed um 50% pro Jahr, aber das klingt nach Abflachung der Kurve, denn Jobs mit Social Media in der Jobdescription würden ja immerhin noch um 83% öfter im Vergleich zum Vorjahr angeboten. In den USA. Hierzulande sind sicher die IHK und andere erst dabei, das Berufsbild des Webdesigners ein wenig anzupassen, aber wir wissen: Wenn im Netz die Wachstumszahlen unter 12000% am Tag fallen, dann ist das Ding praktisch tot. Oder es ist Allgemeinware geworden. So wie Twitter heute einfach zum Alltag gehört wie eine Kaffeemaschine im Büro. Oder E-Mail. Inzwischen ist es ja auch offiziell, dass Twitter an die Börse geht. Mehr Mainstream ist fast nicht mehr denkbar.

Also twittern jetzt dann alle, dass sie auf Facebook sind. Dazu braucht man keinen Social Media Manager mehr. Das kann notfalls der Hausmeister posten. Zeit für neue Digitaljobs, damit der Thrill in Zukunft immer noch im Netz stattfinden kann.

Da wäre der Phantomloader, der am 18. September ein noch nicht zusammengebrochenes Mobiles Netz für alle sucht, damit sie endlich OS7 auf ihre schon wieder leicht veralteten iPhones und iPads laden können. Lebensrettend, der beliebteste Mann in der Firma.

Oder der Google Update Manager, der sich irgendwie durch den Dschungel der neuen Angebote und Projekte der Firma schlägt und allen zum Beispiel mitteilen kann, dass es seit neuestem auch Streetview auf den Galapagos Inseln gibt. Unverzichtbar für die, die längst dort einmal Auto fahren wollten.

Und natürlich freuen wir uns auf den Cortana/Siri Therapist, der die Apple Spracherkennungsapp mit der anderen für Windows Phones vertraut macht, indem er beide vorsichtig einander vorstellt und vorschlägt, jetzt erst einmal ein Kennenlerngame wie Ich verstehe was, was Du nicht verstehst zu spielen, damit man in Zukunft als ein Team für das Herrchen funktioniert. Und sich nicht akustisch in seiner Hosentasche angiftet.

Oder so. Ich rufe gleich mal im Jobcenter an und frage, ob diese Profile schon in der Datenbank sind. Wenn nicht, dann hätte ich jetzt gleich noch eine neue Berufsbezeichnung: Digital Job Profile Designer für das Arbeitsamt.