Neue Temperaturrekorde

US-Wissenschaftler haben Daten für den August vorgelegt

Und es wird wärmer und wärmer. Das Goddard Institute for Space Studies der NASA hat die Daten für den August vorgelegt. Demnach lag auch im vergangenen Monat die über den ganzen Monat gemittelte Lufttemperatur in zwei Meter Höhe über den Erdboden bzw. dem Meeresspiegel deutlich über dem langjährigen Mittel, und zwar um 0,53 Grad Celsius. Damit ist das Jahr auf dem besten Wege, einen neuen Temperaturrekord aufzustellen.

Der Trend zur globalen Erwärmung ist ungebrochen, auch wenn Fritz Varenholt, beim Braunkohlestromer RWE heute fürs Ökoimage zuständig, früher SPD-Politiker, Shell-Manager und Vorstand des Windanlagenherstellers Repower, kürzlich in einem Brief an den Spiegel meinte, das alte Klimatrollargument der im letzten Jahrzehnt gesunkenen Temperatur aufwärmen zu müssen.

Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung hat Varenholts Auslassungen zum Anlass genommen, in seinem Blog noch einmal den Unterschied zwischen natürlichen Fluktuationen und einem statistischen Trend zu erklären. Nebenbei verweist er darauf, dass in gewisser Hinsicht bereits ein neuer Rekord vorliegt, nämlich dann, wenn nicht der Jahresmittelwert, sondern das Mittel über die jeweils zwölf letzten Monate betrachtet wird.

Besonders schön seine Antwort an jene, die meinen, die derzeit hohen Temperaturen liegen am El-Niño. Mit der gleichen Logik könne man auch argumentieren, dass die historisch einmalige Hitzewelle in Russland am Sommer gelegen habe. Denn natürlich sind El-Niño-Jahre immer besonders warm, aber das diesjährige war eben nicht das erste El-Niño-Jahr, und von den anderen vergleichbaren Jahren waren wenn überhaupt nur ein oder zwei so warm wie dieses.

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