Neuer Laser-Scanner an US-Flughäfen

Die Laser sollen aus der Ferne auch Adrenalingehalt und Mageninhalt der anvisierten Personen überprüfen können

Die Aufrüstung an US-Flughäfen zur Überwachung von Passagieren geht weiter: Laut der lokalen Internetseite der US-amerikanischen Medienanstalt CBS beabsichtigt die als Heimatschutzministerium bezeichnete US-Behörde Department of Homeland Security" einen neuen Laser einzusetzen, mit dem es möglich sein soll, Passagiere in einer Entfernung auf bis zu 50 Metern zu erfassen, um zentrale Informationen über die anvisierte Person zu erfahren.

Der Laser, der sich auf die Molekularstruktur des erfassten Ziels richtet, soll beispielsweise in der Lage sein, den Adrenalingehalt der anvisierten Person zu ermitteln oder etwa Spuren von Schießpulver und anderen als gefährlich eingestuften Stoffen zu erkennen. Über die Informationen, die die Moleküle übertragen, kann dann festgestellt werden, mit welchen Stoffen die Person in Kontakt gekommen ist. "Das könnte Semtex Sprengstoff oder Schinken und Eier sein, zum Frühstück hatten", fasst CBSDC die angeblichen Fähigkeiten des Lasers zusammen.

Ein Laser also, der erfährt, welchen Mageninhalt Passagiere haben? Die Lasereinrichtung, so heißt es, könne außerdem gleichzeitig mehrere Personen auf einmal erfassen und die entsprechend gesammelten "Daten" auswerten. Das Laser-Gerät, das als eine Art Scanner dient, trägt den Namen Picosend Programmable Laser. CBSDC berichtet, der Laser wird von der von Genia Photonics hergestellt, eine Firma, die laut CBSDC 2011 eng mit In-Q-Tel zusammenarbeitet, die wiederum mit dem US-amerikanischen Geheimdienst CIA und dem US-Kongress in Verbindung steht.

Den Vorwurf, dass der Laser einen weiteren Schritt hin zum Überwachungsstaat begünstigen könnte, begegnet Genia Photonics mit dem Hinweis, dass der Laser auch für diverse medizinischen Untersuchungen wertvoll Dienste liefern könne. CBSDC stützt seine Berichterstattung auf die Informationen des Online-Portals Gizmodo.

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