Neues Mittel gegen die 1,5 Milliarden Methan-rülpsenden Kühe

Zufällig sind japanische Wissenschaftler auf eine neue Möglichkeit gestoßen, die Abgabe des Klimakillers Methan aus den Mägen von Kühen zu reduzieren.

Methan ist als Treibhausgas über 20 Mal wirksamer als CO2. Die Viehhaltung ist der größte Verursacher von anthropogenen Methan-Emissionen. Die FAO schätzt, dass jährlich 86 Millionen Tonnen Methan von allen Nutztieren bei der Verdauung in die Atmosphäre gelangen, der Großteil von den 1,5 Milliarden Kühen, die es auf der Erde gibt. Bis zu 250 l Methan entweicht den Kühen pro Tag. Sie sollen bis zu 5 Prozent der gesamten CO2-äquivaltenten Emissionen verursachen.

Weltweit versuchen Wissenschaftler nach Mitteln, um das Rülpsen der Rinder zu reduzieren. Mit einer Umstellung der Ernährung, anderen Futterpflanzen oder Pillen lassen sich die Methan-Fürze bereits ein wenig vermindern. Jetzt sind japanische Wissenschaftler der Obihiro Universität für Landwirtschaft unter der Leitung von Junichi Takahashi zufällig auf eine weitere Möglichkeit gestoßen und haben sich ihre Entdeckung auch gleich patentieren lassen. Gibt man dem Futter die schwefelhaltige Aminosäure Cystein sowie Nitrat bei, dann soll sich der Ausstoß von Methan drastisch reduzieren. Die Beigabe von Nitrat soll, so sagen die Wissenschaftler, die Milchqualität nicht beeinträchtigen.

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