Neusprech für Hartz IV

Der Name muss geändert werden, fordert die Arbeitsministerin von der Leyen. Anstelle der Drohkulisse sollen positive Perspektiven vermittelt werden

Der Name "Hartz IV" muss nach Auffassung von Ursula von der Leyen abgeschafft werden. Es sei ein absolut wünschenswertes Ziel, äußerte von der Leyen gegenüber Welt-Online, "dass auf die Dauer das Wort Hartz IV verschwindet". In einer Fernsehsendung am gestrigen Abend hielt sie die Umbenennung für unvermeidlich.

Der Begriff müsse neu besetzt werden - positiver. Eigene Vorschläge zur Begriffsfindung wollte die neue Arbeitsministerin nicht nennen; das gehe nicht von oben, das müsse sich woanders entwickeln:

"Das geht nur, indem sich das Bild in der Bevölkerung zum Positiven verändert."

Wie von der Leyen ausführte, verhindere der Name Hartz IV (und weniger die Äußerungen Roland Kochs zur Arbeitspflicht von Arbeitslosen oder ihre eigene Forderung nach einer konsequenteren Anwendung von Sanktionen) eine "differenzierte gesellschaftliche Debatte über Langzeitarbeitslosigkeit". Zur großen Gemeinschaftleistung, Langzeitarbeitslosen einen Weg in die Arbeit zu bahnen, gehöre eine andere Kommunikation, so von der Leyen, Wege in die Arbeit müssten wirkungsvoller und verständlicher dargestellt werden:

"Aufstiegschancen, Anschluss halten, unabhängig vom Amt sein - das zählt."

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