New York verbietet das Rauchen in Parks und auf dem Strand

Noch ist das Rauchen auf den Straßen und öffentlichen Plätzen erlaubt

Bürgermeister Bloomberg macht in New York den Rauchern das Leben schwerer. Schon 2002 ist Bloomberg vorangeeilt und hat das Rauchen in den Kneipen und Restaurants verboten. Nach einer hitzigen Debatte im Stadtrat hat dieser mit einer deutlichen Mehrheit von 36 gegen 12 Nein-Stimmen am Mittwoch auf Druck von Bloomberg beschlossen, dass nun auch in den 1700 städtischen Parks und am zu New York City gehörenden Strand nicht mehr geraucht werden darf. Wer hier beim Rauchen erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von 50 US-Dollar rechnen.

Verboten ist das Rauchen auch bei Schwimmbecken, in Freizeitzentren und allen Einrichtungen, die der Parkbehörde unterstellt sind, zudem auf Fußgänger-Plazas der Transportbehörde innerhalb des Straßenbettes, wo es Bänke, Tische und andere Einrichtungen für Fußgänger geben kann. Noch erlaubt - aber wie für wie lange? – ist das Rauchen auf den Bürgersteigen am Rande der Parks, auf den Straßen und öffentlichen Plätzen, auf Parkplätzen und auf Wegen neben Straßen durch einen Park. Ausdrücklich nicht verboten ist das Rauchen auch für Schauspieler bei Vorstellungen.

Kritikern gilt das neue Gesetz wie immer als Dammbruch, der schnell weitere Verbote nach sich ziehen kann. Oder Stadtrat Robert Jackson, der sich als Nichtraucher und Marathonläufer bezeichnet, warnt drastisch: "Wir bewegen uns in Richtung einer totalitären Gesellschaft."

Die Politiker, die für das Gesetz stimmten, wollen damit die Gesundheitslage der Bürger verbessern, die Risiken des indirekten Rauchens mindern und hoffen darauf, dass auch der Abfall in Parks und auf Stränden geringer wird. "Durch dieses Gesetz können alle New Yorker jetzt leichter atmen und gesündere Luft atmen", erklärte die City Council Sprecherin Christine Quinn. "Niemand muss tödlichen Zigarettenrauch mehr einatmen, wenn er in einen Park oder an einen Strand geht."

Anzeige