Nicht erst unsere Enkel...

Wir werden die Auswirkungen des Klimawandels schneller spüren, als es Wissenschaftler bislang zur Kenntnis nehmen wollten, warnen Klima-Experten.

Wir werden die Auswirkungen des Klimawandels schneller spüren, als es Wissenschaftler bislang zur Kenntnis nehmen wollten, warnen Klima-Experten.

Gestern wurde die Mutter aller Klimawarnungen, der IPCC-Bericht, in seiner ungekürzten Ausgabe präsentiert – Politiker und Regierungen erhielten im April nur eine etwas geschönte und leichter zu verarbeitende Kurzfassung: ein guter Anlass für die anwesenden Klima-Experten, die Öffentlichkeit zu nutzen und Klartext zu reden. Das tat denn auch Martin Parry, Co-Chairman des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der davon sprach, dass nicht erst, wie lange angenommen, Kinder und Kindeskinder den Klimawandel ernsthaft zu spüren bekommen: "Now we know that it's us."

"Wir können das Problem nicht wirklich entschärfen. Es gibt nur mehr die Wahl zwischen einer Zukunft mit einer beschädigten Welt und einer sehr beschädigten Welt."

Ernsthafte Konsequenzen seien unausweichlich, so warnten auch andere Experten vom IPCC: Hunger in Entwicklungsländern – die Produktion von Weizen soll sich in Indien wegen des Klimawandels deutlich verringert haben; Wasserknappheit, die schätzungsweise 2 Milliarden Menschen betreffen werde – bei einem wahrscheinlich unausweichlichen weltweiten Durchschnitts-Temperaturanstieg von 2°; und extreme Wettervorkommnisse, von denen vor allem Afrika (siehe "Washed away"), die Arktis, kleinere Inseln wie die Fidschi-Inseln und asiatische Flussmündungsgebiete betroffen sein werden.

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