Noch einmal von vorn

Wenn man noch einmal von vorne anfangen könnte, dann wäre das schon manchmal etwas. Facebook macht das irgendwie gerade

Leicht haben es die Freunde um Mark Zuckerberg herum gerade nicht. Immer machen sie alles falsch, sagen alle. Gerade im Umfeld der anstehenden Wahlen kann man es vermutlich niemandem recht machen. Während die Anhänger von Donald Trump jetzt schon "Zensur" brüllen, geht das Laissez-faire für seine Posts den anderen zu weit. Immer nur Ärger mit der Politik, das macht das Leben als weltweit führende Social Media Plattform nicht leichter.

Da ist es doch kein Wunder, wenn eines Abends die Manager zusammensitzen und sich sagen: Komm, lass uns mal wieder ganz von vorne anfangen. So, wie wir damals jung und naiv einfach eine Plattform für den eigenen Campus aufgebaut haben, damit wir leichter Mädchen daten können. So in etwa müssen sich das die inzwischen schon etwas älteren Herren und eine Dame gedacht haben. Und deshalb haben sie jetzt Campus for College gelaunched. Eigentlich nichts anderes als ein neues Facebook, jedenfalls eines, das so wie der Urvater aller erfolgreichen Social Media Plattformen aussieht.

Was man damit tun kann? Nun, Gruppen finden, die einem das Leben auf dem Campus näherbringen. Und man kann selbst in die Timeline schreiben, was man denn so auf dem Campus tut. Kommt einem schon verdammt bekannt vor.

Ich kann es doch verstehen, wenn sich Mark Zuckerberg ab und zu mal wieder bei seinen Roots entspannen will. Es ist doch sicher auch so, dass sich die Herren Manager bei Apple auf jeden Fall eine alte Garage gemietet haben, wo sie einfach nur zum Spaß mal wieder iPhones/iPads/iMacs/iCHweissdochauchnichtwasalles zusammenlöten. So richtig einfach mal wieder mit der Hand was arbeiten und sich dabei entspannen. Bill Gates soll ja auch schon dabei erwischt worden sein, wie der dort vorbei kam und ihnen ein neues Word andrehen wollte, das garantiert wieder öfters abstürzt, als er in einer Kneipe das noch zu tun imstande wäre. Wahrscheinlich entsteht gerade auf seinem alten 286er ein DOS 10, bei dem nur jede dritte Befehlseingabe wirklich funktioniert. Wie früher. IBM soll daran Interesse zeigen.

Und nach so einer Session treffen sich alle auf dem von Mark Zuckerberg gelaunchten "Forum for Fuckedups" und reden darüber, wie sie noch mit Pizza, fehlenden Dates und ohne stehende Finanzierung Spaß hatten.

Damals, als das Wünschen noch geholfen hat.