Nur mehr Beifahrer sein!

Nevada erlaubt ab 1. März autonome Autos auf seinen Straßen

Die Ankündigung klingt futuristisch: Ab 1. März dürfen auf Nevadas Straßen "robotergesteuerte" Autos fahren, kenntlich am roten Nummernschild: "A Red License Plate in Nevada Means the Driver is a Robot!", freut man sich bei Singularity Hub. Die Realität auf den Straßen im sogenannten "Wüstenstaat" wird allerdings weiterhin noch von menschlicher Vorsicht geprägt sein.

Las Vegas-Besucher, die lange Nächte hinter sich haben und dabei nicht nüchtern blieben, dürfen sich nicht der automatischen Fahrhilfe überlassen und schlafen: Das neue Gesetz schreibt vor, dass zwei Fahrer mit Fahrerlaubnis im Auto sitzen müssen, einer davon auf dem Fahrersitz, wach und nüchtern, um rechtzeitig eingreifen zu können. Es gibt zwar bereits Fahrzeugstudien, welche die Vorstellungen von Party- bzw. Ausnüchterungs- und Ausschlaffahrten dank "Autopilot" bedienen. Aber das Gesetz zum Einsatz "autonomer Fahrzeuge" - laut Gesetz sind das Kraftfahrzeuge, die künstliche Intelligenz, Sensoren und GPS benutzen, um ohne aktive Eingriffe eines menschlichen KFZ-Führers zu fahren - setzt der Fahrerlaubnis der automatischen Steuerung noch(?) enge Schranken.

Doch kann sich Nevada als erster Staat rühmen, in dem autonome Fahrzeuge dieselben Straßen benutzen dürfen wie herkömmliche Fahrzeuge. Vorteile hat das vor allem für Unternehmen, die dort ihre Projekte testen. In erster Linie profitiert Google, das schon länger etwa mit automatisch gesteuerten Toyota Prius experimentiert und dessen Lobbyarbeit in der Sache bei der Entscheidung der Regierung von Nevada eine erhebliche Rolle gespielt hat. Aber auch Mercedes und General Motors dürften künftig die 26.000 Straßenkilometer in Nevada zum Testen ihrer Projekte nutzen.

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