Ökostromspeicher Erdgasnetz

Anlage zur synthetischen Methanproduktion geht in Bau

Nach einem Bericht des Magazins Fokus soll die erste Demonstrationsanlage zur Produktion von Methan aus Wasser und CO2 - mit Ökostrom als Energiequelle - jetzt in Bau gehen. Der Hintergrund: Das deutsche Stromnetz biete nur 0,07 Terawattstunden (TWh) Speicherkapazität, das Erdgasnetz aber 200 TWh, was dem Erdgasverbrauch eines Vierteljahres entspricht. Ein deutsch-österreichischer Forschungsverbund des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW), des Fraunhofer-Institut IWES und des österreichischen Unternehemns Solar Fuel hatte das zugrundeliegende Verfahren entwickelt (Telepolis berichtete).

Bei dem Verfahren wird Strom aus Wind und Sonne für die Elektrolyse von Wasser genutzt und in einem zweiten Schritt der Wasserstoff mit Kohlendioxid zur Reaktion gebracht. Gewonnen wird so Methan (CH4), das mit 80 - 90 % der hauptsächliche Kohlenwasserstoff- und Energieträger im Erdgas ist. Das Verfahren wurde bisher in der Demonstrationsanlage des ZSW in Stuttgart weiterentwickelt. Der Bau der ersten großmaßstäblichen Anlage für das "Ökostrom-Erdgas" soll 2011 beginnen und die Produktion dann Mitte 2012 mit einer Leistung von 10 bis 20 Megawatt anlaufen.

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