Piratenpartei erzielte 13 Prozent bei männlichen Erstwählern

Schwerpunkte in Städten und bei "Hochgebildeten"

Die Piratenpartei erzielte bei männlichen Erstwählern aus dem Stand ein Ergebnis von 13 Prozent, bei den 18- bis 24-jährigen waren es immerhin noch 9 Prozent. Insgesamt kam sie damit auf etwa 2 Prozent, womit sie ihren Anteil bei der Europawahl mehr als verdoppeln und – so ARD-Moderator Jörg Schönenborn – "aus dem Stand ein erstaunliches Ergebnis" erzielen konnte. Bedenkt man, dass die Grünen bei ihrem ersten Antreten 1980 lediglich auf 1,5 Prozent kamen, eine nicht allzu gewagte Einschätzung.

Weitere Schwerpunkte haben die Piraten den ARD-Wahlforschern nach unter "Hochgebildeten" und in Städten. In Erlangen und Kiel kamen sie auf 3 Prozent, in Augsburg und Halle auf 3,1, in Erfurt und Rostock auf 3,3, in Gera und Jena auf 3,4, in Karlsruhe und Braunschweig auf 3,5 und in Nürnberg-Nord (wo sich Günter Beckstein kurz vor der Wahl für ein Totalverbot von "Killerspielen" ausgesprochen hatte) ebenso wie in Aachen (wo sie bereits im Kommunalparlament vertreten sind) auf 3,7. Auch in Berlin erreichte die Partei mit 3,4 Prozent ein klar überdurchschnittliches Ergebnis. Im Wahlbezirk Friedrichshain - Kreuzberg - Prenzlauer Berg Ost übersprang sie sogar deutlich die Fünf-Prozent-Hürde.

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