Plantagendomina

Eine österreichische Bäuerin hat eine neue Form der erneuerbare Energie entdeckt

Einem Bericht der (in solchen Angelegenheiten gemeinhin gut informierten) Bild-Zeitung tritt bei der bayerischen Landtagswahl am kommenden Sonntag ein FDP-Kandidat an, der auf dem Special-Interest-Portal Sklavenzentrale.com nach Sexsklavinnnen sucht und sich als dominant und sadistisch beschreibt. Zu seinen privaten Leidenschaften zählt der Politiker unter anderem Auspeitschen und Rohrstockhiebe. Zu seinen politischen Vorlieben findet man im Internet lediglich, dass er ein entschiedener Anhänger von Studiengebühren ist. Für Rückfragen dazu, warum ihm ausgerechnet dieses Ziel am Herzen liegt, war der Mann bislang nicht erreichbar. Als sich das Springer-Blatt bei ihm meldete, meinte er dem Bericht nach, die Informationen auf Sklavenzentrale.com seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen und er werde seinen Eintrag auf dem Portal löschen.

Besser zu seinen Leidenschaften gepasst hätte ein Eintreten für den ökologischen Landbau, der deutlich mehr anstrengende körperliche Arbeit erfordert als der konventionelle. Das zeigt der diese Woche bekannt gewordene Fall einer Bäuerin aus der Nähe von Sankt Pölten in Niederösterreich. Die fünfunddreißigjährige zweifache Mutter hatte sich Medienberichten zufolge im letzten Jahr via "Annoncen in einschlägigen Internetforen" als Domina ausgegeben und "Sklaven" gesucht.

Die Bewerber, die sich daraufhin bei ihr meldeten, ließ sie schwere körperliche Arbeiten verrichten: zum Beispiel Gras mähen und Brennholz aufschichten. Angeblich mussten sie sogar beim Ausbau des Dachs und beim Einbau einer neuen Heizung mithelfen. Allerdings durften (beziehungsweise mussten) sie die Arbeiten nackt und/oder mit einer Gummimaske verrichten. Nachdem sich ein "Sklave" trotzdem geprellt vorkam und dieses nachhaltige und ausgesprochen schadstoffarme Bewirtschaftungsmodell mit einer bislang unentdeckten Form erneuerbarer Energie der Staatsanwaltschaft als Betrug meldete, ermittelte die Landespolizeidirektion wegen "illegaler Prostitution in zwei bis drei Fällen". Über den Ausgang des Verfahrens ist bislang noch nichts bekannt.