Popcorn raus, nichts dauert ewig

Neben der Spur

Mit Popcorn will Mozilla eine ganz andere Videoapplikation für das Web schaffen. Eben eine für das Web.

Videos sind für die Ewigkeit. Zumindest online. Sie fallen vom Schneidetisch und landen auf Vimeo oder YouTube. Da sind sie dann und bleiben so für alle Zeiten bestehen, da wird nichts mehr geändert. Würde ja alles von vorne anzufangen bedeuten. Und Realtime ist schon gar nicht drin. Video ist Film, aus, fertig.

Ab November könnte sich das ändern, sobald Mozilla mit Popcorn um die Ecke biegt. Netterweise handelt es sich hier um eine Verbindung aus Video und Echtzeitquellen wie zum Beispiel Flickr oder einer Google Map. Nun ändert sich eine Landkarte nicht im Stundentakt, aber spätestens bei einem Bilder-Feed wird klar, welche Möglichkeiten in Popcorn stecken.

Und zudem sind die Quellen interaktiv. Sie lassen sich, während das Video weiterrollt, klicken und zoomen. Bei diversen Vampirfilmen vielleicht nicht sooooo wichtig, aber der Charme besteht vor allem bei kommentierenden Videos darin, dass das Gesagte auch gleich gezeigt und erfahren werden kann. Die Trenngrenze zwischen Leinwand und Mausklick verschwindet. Vermutlich nicht immer nur zum Guten, denn eine Quelle kann sich ändern und plötzlich ganz andere Bilder als die beabsichtigten beinhalten. Aber das ist nicht das, was zuerst passiert.

Und weil das alles HTML5 basiert ist, allerdings ohne eine Zeile Code für einen Nutzer (ja, er/sie sieht eine Timeline...) funktioniert, bin ich jetzt einfach mal begeistert und freue mich auf das Tool. Open Source. Leicht verständlich, mit neuen Möglichkeiten. Ist denn schon wieder Weihnachten?

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