Privatisierung des Kriegs

Für den Irak-Krieg haben private Dienstleister seit 2003 insgesamt 85 Milliarden US-Dollar von US-Ministerien, vor alem vom Pentagon, eingenommen.

Zwischen 2003 und 2007 haben private Dienstleister und Private Military Companies (PMC) allein vom Pentagon 76 Milliarden US-Dollar eingenommen. Insgesamt flossen in dieser Zeit privaten Firmen, die von Logistik über Hausbau bis zu Sicherheitsaufgaben eine Vielzahl von Arbeiten erledigen, von allen US-Ministerien 85 Milliarden zu. In den Irak direkt gingen davon 70 Prozent, was nach dem Bericht fast 20 Prozent der Kosten ausmacht, die für den militärischen Einsatz im Irak aufgewendet wurden. Der Rest floss in andere benachbarte Länder wie Kuwait, Jordanien oder Saudi-Arabien. Allerdings seien damit nicht alle Kosten erfasst, die an private Unternehmen gehen, die Kosten in Afghanistan wurden in den Bericht nicht einbezogen..

Nach dem Bericht des Congressional Budget Office arbeiten im Irak gegenwärtig mindestens 190.000 "contractors", davon sind 20 Prozent Amerikaner, 40 Prozent Iraker und der Rest kommt aus anderen Ländern. Das Pentagon hat im Irak mehr als in allen anderen Konflikten Aufgaben ausgesourced oder den Krieg privatisiert. Bis zu 30.000 sind private, also bewaffnete Sicherheitssicherkräfte. Da die Truppen samt PMCs im Irak nicht belangt werden können, kam es auch zu zahlreichen Vergehen, was beispielsweise durch die Tötung von 17 Irakern durch Blackwater-Söldner im September 2007 deutlich wurde. Der rechtliche Status der privaten Sicherheitskräfte ist weiterhin unklar. Nach dem CBO kommen die privaten Sicherheitskräfte nicht billiger als Soldaten, der Auftrag könne nur schneller nach einem Einsatz gekündigt werden.