Reicher und gesünder, aber nicht glücklicher

Briten bestätigen das Easterline Paradox

Die Briten sind nach einer Umfrage Office for National Statistics (ONS) in den letzten 35 Jahren zwar gesünder und reicher geworden, deswegen aber nicht glücklicher. Das Haushaltseinkommen pro Kopf hat sich verdoppelt, das gilt auch für das verfügbare Einkommen. Mit all den Annehmlichkeiten, die damit einhergehen können, ist das subjektive Wohlbefinden offenbar gleich geblieben – allerdings auf hohem Niveau. Immerhin sagen 85 Prozent, sie seien mit ihrem Lebensstandard zufrieden, so viel wie vor 35 Jahren.

Die Autoren führen das auf das Easterline Paradox zurück, nach dem der Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit oder Glück wieder schwächer wird, wenn eine gewisse Stufe des Wohlstands erreicht wird. Das habe man auch in anderen westlichen Ländern beobachten können. Mit dem glücklichen Leben im Paradies ist es also nichts, und mit zunehmenden Reichtum nimmt auch nicht gleichermaßen die Zufriedenheit zu, sondern nistet sich der Mangel in anderen Bereichen ein.