SMS bei Jugendlichen immer beliebter

Mit wachsendem Alter wächst allerdings die Neigung, die Kommunikation oder das Geschnatter zu reduzieren

Die US-Jugendlichen spinnen, aber es werden sie nicht allein sein. Nach Daten von Nielsen versenden oder erhalten amerikanische Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren monatlich 3.339 SMS-Botschaften.

Mädchen sind noch eifriger, sie versenden der empfangen monatlich 4.050, sind also noch mehr im virtuellen Dorf eingebunden als die Jungen, die es nur auf 2.539 bringen. Danach sinkt die Bereitschaft schon recht drastisch, dauernd über SMS angebunden zu sein. Die 18-24-Jährigen tauschen "nur" noch 1.630 Kurztexte aus. Das sind gerade einmal 3 SMS pro Stunde. Und mit wachsendem Alter wächst die Haltung, die Kommunikation einzuschränken, was auch einleuchtet, weil sie wohl nicht sehr substantiell sein dürfte und vor allem dazu dient, die jugendlichen Gruppen zusammen zu halten, deren Mitglieder auch noch über ein hohes Zeitbudget verfügen und erwarten, dass die Dauerkommunikation irgendwelche Vorteile mit sich bringt. Man muss halt dabei sein.

SMS ist nach Nielsen auch der Hauptgrund, warum Jugendliche Handys haben wollen, weswegen sie auch eine QWERTY- Tastatur einem umständlicheren Touchscreen vrziehen würden. Sie meinen, was auch zutreffend ist, dass SMS weniger Zeit wegfressen als normales Telefonieren. Daher sprechen die Jugendlichen auch weniger übers Telefon, auch wenn sie weiterhin durchschnittlich 646 Minuten im Monat übers Telefon quasseln, was nicht gerade wenig ist. Vor allem werden mehr Daten ausgetauscht. Während die Jugendlichen jetzt durchschnittlich 62 Megabytes mit ihren Handys, zunehmend Smart Phones, austauschen, waren es 2009 noch 14.