Seehofer fordert Verbot von Killerspielen

CSU denkt über gesetzliche Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden nach

Auf den Emsdettener Amoklauf im November 2006 reagierte die Führung der CSU zunächst damit, die Diskussion über ein strikteres Verbot von Killerspielen anzuregen. Wenige Monate später unterbreitete sie dem Bundesrat einen Gesetzesantrag zur Verbesserung des Jugendschutzes, in dem das strafrechtliche Verbot des Verbreitens und öffentlichen Zugänglichmachens "virtueller" Killerspiele neu in den Strafgesetzkatalog aufgenommen wurden. Die Initiative scheiterte.

Auch nach dem Amoklauf von Winnenden bemühen sich nun Führungskräfte der CSU um ein verschärftes "Verbot der Killerspiele". Nachdem sich Innenminister Hermann aktuell schon dahin gehend geäußert hat, mahnt nun auch der CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident Horst Seehofer ein solches Verbot an. Am kommenden Dienstag will die bayerische Landesregierung "über gesetzliche Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden beraten". Es soll dabei um ein Verbot von Killerspielen und um gesetzliche Regelungen zur Aufbewahrung von Waffen gehen.

Da die CSU seit der letzten Wahl in Bayern keinen Alleingang mehr gehen kann und auf ihren Koalitionspartner FDP angewiesen ist, darf man gespannt sein darauf, wie die sich die Liberalen in dieser Frage verhalten.