Sexroboter: "All three entries have special sensors and motors"

Mal wieder wurde der erste wirkliche Sexroboter vorgestellt, der alle Wünsche als selbstloser Sklave befriedigen soll

Sonderlich schön und intelligent sieht der angeblich erste Sexroboter namens Roxxxy, den die US-Firma True Companion entwickelt und vor kurzem vorgestellt hat, eigentlich nicht aus. Wie üblich wurde erst einmal eine Frau als künstliche, aber "anatomisch mit einer echten Frau übereinstimmende" Sexgespielin nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus gefügigem Gummi entwickelt, aber auch mit "künstlicher Intelligenz".

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Eher dumm wirkend als hübsch. Bild: True Companion

Wenn fast jede Frau einen Vibrator habe, warum sollten nicht alle Männer eine Roxxxy haben, so wirbt das Unternehmen, das auch die Verwirklichung der geheimsten Wünsche verspricht – mit dem Vorteil, dass man sie auch ausschalten kann. Sie reagiert zwar auf Berührungen, selbständig bewegen kann sie sich aber nicht, das wäre dann wohl doch zu unheimlich.

Und Roxxxy, gerade im Sonderangebot für fast 3.000 Dollar bzw. etwas redefreudiger für 4.000 Dollar, sei immerzu bereit – zu reden oder zu spielen und "unvorstellbare erotische Erfahrungen" zu bieten. Wenn man mit ihr "spielt", würden sich auch die "privaten Körperteile" bewegen. Und sie hat drei "Inputs", also diesbezüglich für jeden Geschmack etwas: "All three "inputs" can be used in any way you want to use them! It is up to your imagination! Roxxxy's private areas are molded from the body of a fine arts model. So, you are "feeling" her when you are feeling Roxxxy! All three entries have special sensors and motors which create a truly unforgettable erotic experience!"

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Roxxxy. Bild: True Companion

Ein männliches Pendant, das Rocky heißen wird, von dem es aber noch keine Bilder gibt, soll folgen und wird den Frauen entsprechend schmackhaft gemacht, allerdings in züchtiger Rede:

"When you are using Rocky's private "area", it is like sleeping with a beautiful hunk that is really big down there and he moves it around to please you instead of just pleasing himself! Plus, the vibrations from his manhood coupled with his erotic personality is described as unbeatable. He also waits for you to finish before he calls it a night!"

Roxxy und Rocky kann der Käufer nach seinen Wünschen bestellen, die Frisur, die Haar-, Schamhaar- oder Augenfarbe, die Brustgröße etc. ist wählbar, ebenso die "Persönlichkeit". Grundsätzlich soll sie sich ihrem Herrn anpassen und mögen, was dieser mag. Sie soll auch Befindlichkeiten haben und manchmal müde oder launisch sein oder auf Reden zu stehen. Sie soll auch einen Orgasmus haben, aber eben auch zusätzliche Persönlichkeitsfeatures bieten. So soll es die frigide oder die wilde Version geben, die für Päderasten und eine reife Version. Und dann könne man seine Freundin auch mit anderen tauschen – ohne dass es die üblichen Partnerschaftsprobleme oder Gesundheitsrisiken gibt.

"Having a female or male sex robot at home will become commonplace in the future. Having a partner that is always "ready to talk or play" helps give men and women a safe and healthy outlet to engage in sexual relations." Wahrscheinlich nimmt mann oder frau den Sexroboter in Zukunft auch immer mit, in den Betten liegen dann immer vier, wenn es noch einen menschlichen Partner gibt – und möglicherweise gehen dann die Sexroboter, die sich aus der Sklavenrolle emanzipieren, auch noch fremd, dazu könnten ihnen das Internet verhelfen, worüber sie ihre Persönlichkeit in einen anderen Roboter übertragen könnten, oder sie müssten doch auch einmal zu gehen beginnen, anstatt nur passiv herumzuliegen, was vermutlich nicht allzu erregend bleiben dürfte. Wird ganz schön schwierig, wenn die Zeit der wirklichkeitsechten Sexroboter beginnt. Ob die dann lieber untereinander sauberen Sex haben wollen, als mit den feuchten Menschen?

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