Solarstrom liefert 2050 nur ein Viertel des weltweiten Bedarfs

... weil Energieeffizienz- und Energiesparprogramme weltweit scheitern

Auf der " Mediterranean Solar Plan Conference" in Valencia stellte die Internationale Energieagentur (IEA) ihre " Roadmaps" für die solare Stromversorgung vor. Insgesamt hält die IEA danach für 2050 eine Stromproduktion von 9.000 Terwattstunden für realistisch. Das entspricht ~ 50% des heutigen weltweiten Stromverbrauchs.

Im Jahre 2050 läge der Deckungsgrad durch Solarstrom dennoch bei nur 20% bis 25% des weltweiten Bedarfs. Denn die IEA geht davon aus, dass der weltweite Energieverbrauch immer weiter steigt und damit die nationalen und internationalen Energieeffizienzprogramme sowie die Idee vom achtsameren Gebrauch von Energie scheitern.

Außerdem seien, um die von der IEA prognistizierte mögliche Solarstrommenge zu erreichen, die Weichenstellungen der laufenden Dekade maßgeblich. Die IEA fordert dazu:

  • stabilere politische Rahmenbedingungen für den Ausbau der Solarenergie.
  • Solargeneratoren sollten nach ihren jeweiligen optimalen Einsatzbeeichen differenziert eingesetzt werden.
  • Netzgebundene Photovoltaik soll vor allem den regionalen Bedarf bedienen.
  • Solare Konzentratorkraftwerke sollen Fernleitungen und den Grundlastbedarf speisen.
  • Um einen größeren Anteil des Weltenergiebedarfs zu decken, sollen mehr solare Inselsysteme in Regionen ohne Stromnetz errichtet werden, wo sie auch bisher fossil betriebene Generatoren ersetzen können..

Strom aus Sonnenenergie werde 2050 auch einen wesentlichen Anteil zur Grundlastversorgung beitragen, insbesondere durch die Solarkraftwerke welche mit Wärmeträgerflüssigkeit arbeiten und so Solarenergie auch nachts nutzbar machen. Solche Kraftwerke würden bereits im Zeitraum 2025/2030 Strom zu Marktpreisen produzieren. Bei der netzgebundenen Photovoltaik prognostiziert die IEA Grid Parity für solaren Strom im Mittel- und Spitzenlastbereich ab 2020, für Grundlaststrom ab 2030.

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