Sozialistische Trümmerlandschaften

Der Historiker Karl Schlögel will aus den Fundstücken und Hinterlassenschaften der Sowjetunion den "Geist des Kommunismus" ergründen

Geschichte erfüllt sich nicht in Strukturen, Diskursen und Begriffen. Auch nicht in Ereignissen und den Handlungen von Akteuren. Geschichte vollzieht sich für Karl Schlögel, der in Berlin wohnt und zuletzt an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina in Frankfurt an der Oder lehrte immer konkret, an Orten und ihren Schauplätzen.

Zwar ist die Geografie, was für die Geschichtsschreiber der Antike und ihre Nachfolger, für Herodot, Humboldt und Co., noch selbstverständlich war, mittlerweile aus dem Blickfeld der Historiker geraten. Bei Karl Schlögel kommen Erd- und Landeskunde sowie das Denken in Räumlichkeiten aber wieder zu Ehren. Dem "Nacheinander geschichtlicher Sequenzen" stellt er die "Disziplin des Nebeneinanders" wieder an die Seite.

Schlögel will Geschichte erzählen und dabei den Menschen und ihren Schicksalen ein Gesicht geben. Dazu bedarf es keiner Ideen oder Begriffe, sondern vielmehr Erzählweisen, die den Brüchen als auch dem Dauerhaften Rechnung tragen. "Im Raum lesen wir die Zeit", dem Buch, mit dem er nach der Jahrtausendwende über Fachgrenzen hinaus bekannt und auch für das Feuilleton ein Thema wurde, wird diese Absicht großartig in die Tat umgesetzt.

Mit dem "spatial turn", der sich nach den "Raumrevolutionen" von 1989 und 2001 eingestellt hat und zu dessen herausragenden Vertreter er von anderen gern gemacht wird, will er sich allerdings nur zögerlich identifizieren. Eine solche "Verortung" ist ihm, der "Schubladendenken" ablehnt, nicht ganz geheuer. Was ihm vielmehr vorschwebt, ist eine Geschichtsschreibung, die nicht bei bloßen Worten und Sätzen stehen bleiben, sondern "zurück zu den Sachen" (E. Husserl) will.

Schlögel ist überzeugt, dass uns durch die Immaterialisierungen der Postmoderne, wie sie bis zum Fall der Twin Towers üblich waren, die "Welt da draußen" abhanden gekommen ist. In den Diskursen und Begriffen, die unser Denken lange Zeit geprägt haben, ging alle Welthaltigkeit verloren und, mit ihr, auch der Sinn für Räume, Orte und Landschaften. Ersetzt wurden sie durch "Gespenster", denen wir wie blind nachgejagt, durch Konstruktionen, die vorwiegend am Schreibtisch entstanden sind, beim Wälzen von Büchern, Texten und Schriften.

Auf der Strecke blieben dabei nicht nur die unmittelbare Anschauung und das Vertrauen in Wahrnehmung und Urteilskraft, sondern auch der Bezug zur Wirklichkeit. Schlögel ist sich sicher, dass ein angemessenes Bild von ihr nur bekommt, wer Raum, Zeit und Handlung zusammendenken kann. Ihm geht es vor allem darum, eine Haltung zu den Dingen zu entwickeln, den Sinn für geschichtliche Schauplätze zu schärfen und dem geografischen Raum wieder zu seinem Recht zu verhelfen.

Die meisten Historiker können und wollen das nicht. Sie stützen sich seit langem nur noch auf die Auswertung von Quellentexten und/oder die Sichtung von Sekundärliteratur. Schlögel hält das für unzureichend und ungenügend. Er will die Lage vor Ort erkunden, er geht dorthin, wo Geschichte sich ereignet hat. Nur vor Ort ist es möglich, den Dingen auf die Spur zu kommen, dem Verstummten wieder zur Sprache zu verhelfen und ihnen und ihm, nach Möglichkeit, ihre verborgenen Geheimnissen entreißen.

Wie ein neugieriger Flaneur nähert Schlögel sich den Gegenständen seiner Forschung. Dabei zeigt er sich stets offen gegenüber dem Überraschenden und Randständigen, Zufälligen und Minderwertigen, denen er auf seinen "nomadischen Streifzügen" durch Städte und Mietshäuser, Landstriche und Straßenfluchten immer wieder begegnet.

Mit dieser Vorgehensweise erweckt er eine alte Tradition zu neuem Leben, nämlich die hermeneutische Ausrichtung der Kulturwissenschaften, die den subjektiven Eindruck und die Reflexion darüber einst zu ihrer Erkenntnismethode machte. Wer einen Bezug zu Geistes- oder Seelenverwandten sucht, der dürfte bei den Adressen Walter Benjamin, Marc Bloch und Wolfgang Schivelbusch fündig werden.

Freilich tritt Schlögel nie vorurteilsfrei an die Dinge heran. Stets hat er, bevor er auf die Pirsch geht, einen Bauplan von dem im Kopf, was er auskundschaften will. Das können Statistiken sein, Adressbücher oder Biografien über Prominente, das können aber auch Projektpläne sein, architektonische Großentwürfe oder Traktate über Bauvorhaben.

Mit einer derart "gut sortierten Bibliothek" hat er sich vor gut dreißig Jahren, Anfang der 1980er nach seinem Austritt aus dem Kommunistischen Hochschulbund, dem er jahrelang ideologisch treu ergeben war, beispielsweise nach Moskau aufgemacht, der Hauptstadt der Sowjetunion. In "Moskau lesen", dem ebenso treffenden wie programmatischen Titel, fasste er die Früchte seine "Wanderungen" durch die historischen Orte der Stadt zusammen.

Das Buch zeigt, dass ihm buchstäblich alles zu Geschichte werden kann, Fassaden und Parks, Lichtreklame und Baugerüste, Hinterhöfe und Litfasssäulen, deren Geschichten er liest und entziffert. Als "besten Führer", um ins Moskau der 1930er zu gelangen, bezeichnete Karl Schlögel dabei Michael Bulgakows "Meister und Margarita", den Schlüsselroman zum Stalinismus dieser Jahre.

Dekaden später durchstreifte er mit diesem geschärften Blicken nochmals die Stadt, diesmal auf der Suche nach dem stalinistischen Terrorjahr 1937. Dafür suchte er Tatorte auf, sichtete Spuren, befragte Zeugen und deren Nachkommen. In "Terror und Traum", einem über achthundert Seiten starken Schmöker, in dem er seine Erkenntnisse niederlegte, spielen Stalin und seinen Schergen allerdings nur eine Nebenrolle.

Im Zentrum seines Interesses steht dagegen der Alltag der Moskowiter, die "Gleichzeitigkeit" unterschiedlichster Ereignisse. Auf diese Weise kann er widersprüchlichsten Abläufe aufzeigen, die zwischen Euphorie und Alptraum oszillieren. Während die einen sich für Lebensmittel anstellen oder sich dem vergnüglichen Treiben im Gorki-Park hingeben, werden Tausende abtransportiert, erschossen oder verschwinden zu Hunderttausenden in Lagern.

Schlögel versteht den Massenterror des Stalinismus nicht nur als Teil einer "entfesselten Moderne", einer perfiden Homogenisierungsarbeit, die durch Mobilisierung, Urbanisierung und Industrialisierung des Landes aktiviert wird. Im Traum von einer neuen, besseren und gerechteren Gesellschaft mit neuen Menschen und neuen Städten, die der Kommunismus stalinistischer Prägung versprach, sieht er auch bereits das Fundament für Terror und Verbrechen gelegt, die dann später auch bittere Realität werden sollten.

In Schlögels geschichtlichem Kosmos tauchen dabei immer zwei Geschichten auf, die zwar parallel nebeneinander herlaufen, aber stets unterschiedliche Geschichten erzählen, nämlich die von Aufstieg und Fall, von Kommen und Gehen, von Werden und Verschwinden. Der 8. Mai etwa, der das Ende von WK II markiert, spiegelt das ausgesprochen gut. Es ist, je nach Sichtweise, ein Tag der Niederlage und des Jubels, der Trauer und der Freude.

Einerseits bezeichnet der Tag die Kapitulation und das Ende deutscher Großmannssucht in Europa. Neunundfünfzig Minuten vor Mitternacht trat die "bedingungslose Kapitulation" der Deutschen Wehrmacht in Kraft, die ihr Oberkommandierende, der Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst unterzeichnet und in der Nacht zum 9. Mai dem Oberkommandierenden der Roten Armee, Generalfeldmarshall Georgi Schukow, und dessen Entourage übergeben hatte.

Andererseits sind das Dokument und der Tag seiner Ratifizierung zu einer Art zweiten Gründungsakt des Sowjetimperialismus geworden. Nie war die Sowjetunion so angesehen und mächtig wie in diesen Tagen. Doch dieser Triumph währte bekanntlich nicht lange, gerade mal knapp fünfundvierzig Jahre. 1989 fiel das Großreich sang- und klanglos in sich zusammen, die Republiken trennten sich vom Mutterland Russland, während jenes Deutschland, das zuvor am Boden lag und fast vollkommen zerstört war, sich wiedervereinte und aktuell zum Dominator und Zuchtmeister Europas aufgestiegen ist.

Vermutlich war es ein bloßer Zufall, dass Karl Schlögel, der derzeit Fellow an der Carl- Friedrich-von-Siemens-Stiftung ist, am Abend dieses schicksalsträchtigen Datums Einblicke in sein neues Projekt gab, das sich der "Schichtenanalyse", dem "archäologischen" Graben, Schürfen und Wühlen in den Ablagen, Fundstücken und Hinterlassenschaften des sowjetischen Erdreichs widmet und hofft, im Aufdecken der verborgenen und vielleicht noch nicht entdeckten Geheimnissen, der sowjetischen Spielart des Kommunismus auf die Spur zu kommen.

Dabei geht es ihm weniger um eine Analyse des "Kommunismus als Bewegung". Auch nicht um seine Zukunft oder gar um seine "nostalgische Verklärung", wie es in manchen Hirnen bornierter Ewiggestriger häufig noch zugange ist, als vielmehr um die Klärung der Frage, wie diese Ideologie in der Sowjetunion Boden fassen, sich mit der dortigen Kultur verbünden und zu einer bestimmenden Lebensform in der Sowjetunion werden konnte.

Einen ersten Hinweis darauf liefert laut Schlögel möglicherweise die "Kommunalka", eine Wohnform, die ausschließlich in der Sowjetunion üblich war. Entstanden ist sie während der russischen Zarenzeit. Der Mangel an Wohnraum führte dazu. Anzutreffen war sie vorwiegend in Häusern der Gründerzeit, in St. Petersburg und anderswo. In diesen Wohnungseinrichtungen teilen sich mehrere Familien, mitunter auch Generationen, nicht nur Zimmer und Wohnung, sondern auch die Nutzung der Küche und der sanitären Bereiche wie Toilette und Bad.

Studien und Berichte über das Leben an und in diesen "sozialen Orten", die die Menschen zum Zusammenleben mit fremden, ihnen unbekannten Personen auf engsten Raum zwangen, findet man weder bei Historikern noch bei Soziologen. Überraschenderweise ist die "Kommunalka" kein Gegenstand der Forschung geworden. Wer darüber mehr erfahren will, ist auf Schilderungen von Dichtern und Künstlern angewiesen, auf Joseph Brodsky etwa oder Ilya Kabakov, die in solchen "Gemeinschaftswohnungen" aufwuchsen. Auch von Vladimir Putin weiß man, dass er in einer solchen "Kommunalka" in St. Petersburg seine Kindheit und Jugendzeit verbracht hat.

Das Leben in diesen "Zwangsgemeinschaften" und/oder sozial verdichteten Orten war alles andere als leicht und sorgenfrei. Auf den Hinterhöfen regierte eher die Faust als das Wort; Frauen und Männer liebten oder schlugen sich, während Kinder unter die Bettdecken krochen; in den Treppenhäusern, Orte der Anomie und der Anonymität, herrschte Vandalismus pur. Nicht zufällig wurde an einem dieser Orte später auch die russische Journalistin Anna Politkowskaja ermordet aufgefunden.

Kein Wunder, dass die Datscha, der Kleingarten auf dem Land, als " Fluchtburgen" zu diesen, von Gewalt und Aggressionen heimgesuchten Räumen herhalten musste. Die Mangelwirtschaft, die Einheitsware, die gähnende Leere in den Regalen sozialistischer Supermärkte, der Schwarzmarkt sowie der mit Ellbogen betriebene Kampf um Lebensmittel, taten ihr Übriges. Zumindest auf dem Land, in den heimischen Gemüsebeeten, fanden die dermaßen zwangssozialisierten Sowjetbürger etwas von jener kleinbürgerlichen Freiheit, der die Parteifunktionäre und Salonkommunisten misstrauten.

Passend dazu gerieten auch die städtebaulichen Entwürfe, die der Sozialismus später als Alternative zu dieser Wohnform in den Außenbezirken der großen Städte ersann und auch realisierte. Überall kann man heute noch die Monotonie, Tristesse und ästhetische Einfallslosigkeit all dieser Plattenbauten und Plattenhaussiedlungen bewundern, in Russland ebenso wie in den einstigen Staaten des Ostblocks, in Prag und Budapest, in Warschau und in Ost-Berlin.

Auch die Topografie der sowjetischen Zivilisation, die sich besonders in den Auswüchsen des entfesselten Sozialismus zeigen, in der im Galopp betriebenen Elektrifizierung des Landes, die zur Produktion neuer Räume, zu architektonischen Ruinen und zum Ausradieren ganzer Dörfer, Kirchen und Landstriche führte, sind noch allerorten zu beobachten. Ebenso die von ständigen und übermäßigen Wodkagenuss gekennzeichneten "Alkoholleichen" in den Städten, die Ausdruck für die Erschöpfung einer Bewegung sind.

Schließlich darf man auch nicht all die Massengräber vergessen, die die Menschenrechtsorganisation "Memorial" akribisch aufgelistet und für die Nachwelt kartografiert hat, Orte der Zwangsarbeit und der Zwangsumsiedelung, der Wachtürme und Stacheldrähte sowie das System der Lager, das zig Millionen Menschen Leid gebracht und das Leben gekostet hat.

Die Natur korrigieren, die naturwüchsige Geschichte vom Kopf auf die Füße stellen; alles Metaphysische abschaffen und den Materialismus zur Staatsdoktrin erklären - so hieß das Programm, das der Sozialismus unter der Herrschaft Stalins in der Sowjetunion entwarf. Unter Nikita Chruschtschow avancierte das ehrgeizige Ziel dann sogar zum Kommunismus, den Marx verkündet und den man in Bälde erreichen wollte.

Mittlerweile wird ein Großteil der Insignien des Sowjetkommunismus auf den Trödelmärkten der Städte verramscht, Uniformen und Orden, Stiefel und Bücher, Helme und Leninbüsten, Postkarten und Altbestände der Prawda. Entsorgt wird dort nicht nur eine ganze Epoche, die erst von Aufbruch geprägt war und im tiefen Irrtum und tiefer Depression endete. Auch die Denkmäler des Sozialismus, Statuen und Standbilder der Ideologen und Herrscher werden musealisiert, während bestimmte Rituale wie die der Betriebsfeiern und Jugendweihen weiter gepflegt werden.

An die Stelle der Pappkartons und des Packpapiers, in das man die Waren einwickelte, sind Plastikdünen getreten, die die Wegstrecken der Züge säumen. Und anstatt der roten Fahnen, der politischen Losungen und Bildern der Heroen des Sozialismus zieren jetzt überdimensionierte Reklame und Riesenportraits die Stars der westlichen Kultur die Fassaden der großen Städte.

Die von Stalin gesprengte Erlöser-Kathedrale wird als luxuriöse Kitschkopie wieder aufgebaut, und das für Normalbürger unerschwingliche Hotel „Rossija" wird durch ein exklusives Kultur- und Geschäftszentrum ersetzt. Dazu schießen Malls wie Pilze aus dem Boden. Das Warenangebot ist nun in Moskau genauso unermesslich groß, wie Karl Marx es vor mehr als hundertfünfzig Jahren am Anfang seiner Analyse des Kapitalismus beschrieben hat.

Seitdem die Geschichte wieder Fahrt aufgenommen hat, Verlangsamung und Stillstand in Russland und den Republiken der Vergangenheit angehören, nahmen die Bürger auch wieder Besitz vom öffentlichen Raum. Allerdings mussten sie, nachdem das Sowjetimperium auseinandergebrochen war und sich der transnationale Gedanke der Sowjetisierung der Gesellschaft, ihrer Bürger und Ethnien, als Mär und Trugschluss herausgestellt hatte - so was wie "Sowjetness" gibt es halt nur in Büchern oder in den Hirnen von Schriftgelehrten - , lernen, dass man einen Pass braucht, wenn man fortan nach Kasachstan, Usbekistan oder Kirgisien reisen wollte.

Seltsamerweise spielen die Jahre des Umbruchs und der Unsicherheit, die mit dem Namen Boris Jelzin verbunden sind, dem Aufstieg der Oligarchen und der Fast-Ausverkauf an den Westen, in den Untersuchungen und Schilderungen Karl Schlögels bislang keine große Rolle. Unklar bleibt auch, warum Schlögel sein Projekt "Archäologie des Kommunismus" getauft hat. Denn von "Kommunismus" kann im Falle der Sowjetunion nun wirklich keine Rede sein.

Hier und in allen anderen Satellitenstaaten herrschte der Sozialismus. Im Unterschied zum Kommunismus, wo der Konsum ebenso entprivatisiert wird wie das Private zur Disposition steht, geht es im Sozialismus allenfalls um die Verstaatlichung des Öffentlichen, mithin aller Produktionsmittel, während das Private weitgehend unangetastet bleibt.

Zu wünschen ist aber weder das eine noch andere. Der eine ist von der Geschichte und ihren Akteuren auf eindrucksvolle Weise falsifiziert worden. Ein Sozialismus, der keine Anreize setzt, keine Leistung verlangt und honoriert, die individuelle Freiheit geringschätzt, die Gier und Kreativität der Individuen nicht nutzt und sich ständig in ihre Belange einmischt, ist von vornherein eine Totgeburt.

Dem anderen steht, um es mal überaus platt zu formulieren, schon das Grundstück meines Nachbarn im Weg, sein weiß lackierter Gartenzaun ebenso wie seine Gemüsebeete und sein Apfelbäumchen. Dass er das aufgibt, seine private Fluchtburg vergemeinschaften lässt und individuellen Freiheiten zugunsten einer kruden Idee vom Menschen opfert, ist kaum zu erwarten oder nur mit Gewalt, Zwang und Terror zu bewerkstelligen.

Viele Leser und mehr als zwei Drittel der Forenteilnehmer auf dieser Plattform mögen das anders sehen. Sie hängen bekanntlich in ihrer überwiegenden Mehrheit irgendwelchen verblichenen wie verschrobenen Hirngespinsten nach. Mit der Wirklichkeit des Sozialismus, das zeigt das Werk des ehemals glühenden Maoisten und Kämpfers für die kommunistische Idee in Westberlin, hat all das aber herzlich wenig zu tun.

Literatur:

Karl Schlögel, Im Raume lesen wir die Zeit. Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik. Hanser Verlag, München 2003. 566 S., geb., 25,90 €.

Karl Schlögel, Terror und Traum. Moskau 1937. Hanser Verlag, München 2008. 812 S., Abb., geb., 29,90 €

Karl Schlögel, Moskau lesen. Verwandlungen einer Metropole. Hanser Verlag, München 2011. 512 S., Abb., geb., 25,90 €.

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