Spanien will das Rauchen auch in einigen Außenbereichen verbieten

Der Kongress hat ein verschärftes Rauchverbot beschlossen

Raucher werden in Spanien noch weniger Gelegenheit haben, ihrem Laster nachzugehen. Die Gesundheitskommission des spanischen Kongresses hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der nicht nur das Rauchen in allen der Öffentlichkeit zugänglichen geschlossenen Räumen verbietet, sondern auch an einigen Orten im Freien. Noch muss der Senat zustimmen, was aber als wahrscheinlich gilt. Die konservative PP will von dem Rauchverbot die Hotellerie ausnehmen und fordert, dass Hotels oder Restaurants 30 Prozent ihrer Räumlichkeiten für Raucher zur Verfügung stellen können. Der Gesundheitsministerin der wackelnden PSOE-Regierung geht der Gesetzesentwurf eigentlich auch zu weit, sie würde die Außenbereiche ausnehmen, da hier keine Gesundheitsgefährdung drohe.

Mit den neuen Rauchverboten wird gefordert, dass die Kosten für Rauchertherapien vom Gesundheitssystem übernommen werden sollten. Das kann aber nicht der Kongress beschließen, sondern hierfür ist der Interterritoriale Rat des Nationalen Gesundheitssystems zuständig.

Spanien würde mit dem verschärften Rauchverbot in der EU eine Pionierrolle spielen und könnte den entsprechenden Plänen der EU-Kommission zum Durchbruch verhelfen. Wenn das Gesetz so bleibt, wäre das Rauchen in allen Hotels, Restaurants und Bars, in allen Bildungseinrichtungen, einschließlich der Höfe, ebenso verboten wie auf Kinderspielplätzen in den Parks. Absolutes Rauchverbot gäbe es auch in allen Gesundheitseinrichtungen, wozu auch die Höfe, die Bereiche zwischen Pavillons oder die Zugangsbereiche gehören.

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