Straßenlicht und Mücken

Neben der Spur

Eine Straßenbeleuchtung gehört zum Standard in Städten, schön wenn sie auch noch anderes kann als leuchten

Seit etwa 150 Jahren wird es nicht mehr richtig dunkel. Zumindest dann, wenn man in einer Stadt wohnt, und auch dann, wenn man direkt neben einer Straßenlaterne steht, sitzt oder lehnt. Gut, ich gebe zu, wir hatten einen Trick in unserem Dorf, weil wir wussten, wo die Laterne mit der Fotozelle war, die bei Eindunkelung auch die anderen anknipste.

Eine Taschenlampe voll auf die Zelle gehalten, und schon war das Dorf dunkel. Einen Tusch auf Kinderstreiche.

Heutzutage geht das vermutlich nicht mehr, heute können Straßenlaternen auch via WLAN an- und ausgeknipst werden. Und vermutlich tragen einige der Laternenpfosten bereits Sender für Netze. Da will ich mit der Taschenlampe gar nicht genauer nachschauen.

Aber was jetzt auf uns zukommt, ist dann doch schlichtweg nicht mehr taschenlampenkompatibel. Eine neuartige LED-Laterne wird nicht nur vom Sonnenlicht gespeist und kann dank solarem Auftanken auch einmal ein wenig zu früh oder spät das Leuchten anfangen. Vermutlich hat sie die Fotozelle, die das Ding anschaltet, auch oben neben dem Solarpanel sitzen.

Da soll ein normal gewachsenes Kind mit der Taschenlampe erst mal hinkommen.

Außerdem kann die Laterne noch viel mehr. Mücken killen zum Beispiel. Denn das Licht ist nicht nur dazu gedacht, Mitbürgern den Weg nach Hause zu leuchten, nein. Wir wissen ja alle, wie schön Mücken auf Helles zusteuern. Und das macht sich die Technik hinter der Kellerlampe zunutze und ... macht den Mücken den Garaus.

Klar, hier kann es noch nicht stoppen. Ich würde es auch begrüßen, wenn man Hunde, die wieder einmal neben eine solche Laterne pinkeln, gleich noch via leicht verträglichem Stromschlag seziert. Nur damit das Gejaule bei Vollmond danach nicht zu laut ausfällt natürlich. Quälen will man hier kein Tier. Aber zurück, sonst wird man hier noch als Tierquäler beschützt.

Ein Problem hat das neue Straßenlicht allerdings: Menschen nehmen gelbe Straßenlaternen und deren weiches Licht als angenehmer wahr, zu grelles Licht mit zu hohem Weißanteil lässt sie dieses Gefühl vermissen.

Nun, zumindest stimmt das mit der mangelnden Sicherheit für Mücken zumindest. So gleißend kann das Licht gar nicht sein, wie es den Tieren nach einer leichten Berührung mit der Laterne geht.

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