Studie: Idealer Penis ist zwischen 12,8 und 14,2 Zentimeter lang

Die Ergebnisse australischer Biologen widersprechen älteren Untersuchungen

Die australischen Biologen Brian Mautz, Bob Wong und Michael Jennions haben zusammen mit dem Zoologen Richard Peters untersucht, wie der Körperbau von Männern auf Frauen wirkt, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Penislänge legten. Dafür führten sie einer Gruppe von 105 heterosexuellen australischen Frauen jeweils 53 computergenerierte Bilder verschiedener nackter Männer vor und fragten nach deren sexueller Anziehungskraft.

In den nun in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Ergebnissen stellen sie fest, dass in nicht erigiertem Zustand Penislängen zwischen 12,8 und 14,2 Zentimeter am attraktivsten wirken. Längen darunter und darüber schneiden ebenso schlechter ab wie besonders kleine und besonders große Gesamtkörper oder besonders schmale und besonders breite Schultern. Allerdings weichen die attraktivsten Maße bei Körpergröße und Schulterbreite (vom Durchschnitt aus betrachtet) deutlich stärker nach oben ab als bei der Penislänge. Für die Wissenschaftler überraschend hatte die Penislänge auf die Gesamtattraktivität eines Männerbildes fast genauso großen Einfluss wie die Körpergröße. Bei großen und breitschultrigen Männerbildern war der Einfluss auf die Gesamtattraktivität stärker als bei kleinen.

Diese Ergebnisse widersprechen älteren Studien von William Masters, Virginia Johnson und anderen Wissenschaftlern, nach denen die Länge des männlichen Geschlechtsteils keine Bedeutung für die Zuchtwahl hat. Stattdessen stützen sie die Hypothese, dass diese Zuchtwahl dazu geführt haben könnte, dass der Mensch von allen Primaten den verhältnismäßig längsten und dicksten Penis hat. Außerhalb des Pirmatenkreises treten allerdings teilweise deutlich längere Penisse auf. Den Rekord hält mit 42,5 Zentimetern die Argentinische Ruderente. Eine Schwäche der Studie liegt darin, dass sie kulturelle Faktoren nicht ausschließt. Hierfür wären Vergleichsuntersuchungen mit Frauen aus verschiedenen Kulturen notwendig – insbesondere aus solchen, in denen der Penis im Alltag nicht verhüllt wird.

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