Talfahrt der Börsenindizes setzt sich fort

Aktienverkaufswelle auch in Asien; Angst vor einer weltweiten Rezession

Auch auf den asiatischen Kapitalmärkten gab es heute morgen panikähnliche Kurseinbrüche, nachdem die Börsen in Europa und den USA gestern über Einbrüche klagten, die an den Oktober 2008 erinnern ( Chaos-Berlusconi sorgt für Börsen-Crashs in Europa). Der japanische Nikkei ging um 3,75 Prozent zurück und der Index in Hongkong, der Hang Seng, verlor 4,1 Prozent. Australien und Taiwan verzeichneten ähnliche hohe Rückgänge in der Höhe von 4 bzw. 4,2 Prozent, der Aktien-Index ("Kospi") in Seoul fiel um 2,8 Prozent.

In ganz ähnlichen Höhen hatten sich gestern die Verluste der Börsenindizes in Europa und den USA bewegt, der deutsche Aktienindex Dax fiel um mehr als 3 Prozent und der Dow-Jones-Index bis Handelsschluss um 4,3 Prozent. In Großbritannien berichtete der Guardian davon, dass die hundert größten britischen Unternehmen an einem Tag beinahe 50 Milliarden Pfund an Wert verloren.

Als Ursachen für die außergewöhnlichen, kettenreaktionsähnlichen Börsenstürze werden die Zuspitzung der Krisen in der Eurozone genannt, wo sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass mit Spanien und Italien große Länder auf Rettungsschirmgelder zurückgreifen müssen, was die Diskussion über eine Ausweitung des Nothilfe-Fonds angeheizt hat (siehe Spanien zahlt erneut Rekordzinsen). Zur europäischen Malaise kommt die Befürchtung, dass USA in eine double-dip-Rezession geraten könnten.

Die Unruhe ist groß. manche Börsenhändler vergleichen die Situation bereits mit jener vor drei Jahren, die eine weltweite Krise auslöste.