Tutanchamun hatte die "Kohler-Krankheit"

Echte Qualitätsjournalisten lassen die Finger von Wikipedia

Eines der großen Geheimnisse des Tutanchamun scheint endlich gelüftet: Dank aufwändiger naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden weiß man nun anscheinend, dass der junge Pharao weder an einem Schlag noch an einem Reitunfall oder an grässlichen Untersuchungsmethoden außerirdischer Mediziner starb. Vielmehr brachte ihn Malaria in Verbindung mit der "Kohler-Krankheit" ins Jenseits.

Bemerkenswert: Obwohl diese Information weite Teile der Presse so bedeutsam erscheint, dass sie auf Titelseiten gefeaturet wird, scheint das Interesse der Journalisten nicht so weit zu reichen, kurz einmal die "Kohler-Krankheit" zu googeln. Hätten sie dies nämlich getan, hätten sie schnell festgestellt, dass der Herr "Köhler" hieß und die Tut-Pressemitteilung offensichtlich von einem genauso google-faulen Übersetzer ins Deutsche überführt wurde.

Im Deutschen spricht man übrigens zumeist von "Morbus Köhler" und unterscheidet "Morbus Köhler I" gleich "Morbus Köhler-Albau" sowie "Morbus Köhler II" gleich "Morbus Köhler-Freiberg". Aber dies sind Informationen, die zu unwissenschaftlich für Qualitätsmedien sind und nur in unkontrollierten, minderwertigen Online-Medien wie Wikipedia Relevanz besitzen.

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