US-Amerikaner befürworten erneuerbare Energien

94 Prozent der US-Amerikaner befürworten Ausbau und Nutzung von Solarenergie.

94 Prozent der US-Amerikaner befürworten Ausbau und Nutzung von Solarenergie. Drei Viertel der befragten Amerikaner gaben an, dass die Entwicklung und Förderung erneuerbarer Energien eine hohe Priorität bei der US-Regierung haben sollten. Unter der Bedingung, sich auf eine Energiequelle festlegen zu müssen, entschieden sich 60 Prozent für Wind- und Solarenergie, 15 Prozent für Erdgas, 10 Prozent für Atomenergie und nur 3 Prozent für Kohle als Energieträger. Auch eine mögliche Ausdehnung des staatlichen Investitionsfreibetrags (Solar Investment Tax Credits; ITC) zur Förderung der Solarenergie wird laut Umfrage von mehr als 70 Prozent der Befragten favorisiert. Nur rund 8 Prozent gaben an, die Förderung solle nicht beibehalten werden.

Hintergrund ist, dass die bisherige US-Gesetzgebung zur Förderung erneuerbarer Energien Ende 2008 ausläuft. Ohne eine Verlängerung der steuerlichen Begünstigung von Investitionen in erneuerbare Energien dürfte es die amerikanische Solarindustrie schwer haben. Nach einer Studie der Beratungsfirma Navigant Consulting würde die Streichung des Investitionsfreibetrags allein in der Solarindustrie 39000 Arbeitsplätze und Investitionen von 8 Milliarden US-Dollar gefährden. Im Mai hatte ein Ausschuss des Repräsentantenhauses zwar zunächst ein Gesetz freigegeben, das den Investitionsfreibetrag für weitere sechs Jahre fortschreiben sollte. Der US-Senat lehnte diese Fassung für den "Renewable Energy & Job Creation Act" jedoch mehrheitlich ab. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.