US-Aufschwung verschärfte Ungleichheit

Von 2009 bis 2011 stiegen die Vermögen der reichsten sieben Prozent um 28 Prozent, während jene der restlichen 93 Prozent um vier Prozent schrumpften

Laut einer Analyse des unabhängigen Pew Research Center in Washington stieg das durchschnittliche Vermögen der rund acht Millionen reichsten US-Haushalte, zu denen man ab einem Vermögen von 836.000 Dollar gezählt wird, zwischen 2009 und 2011 um 28% auf 3,174 Millionen Dollar. Alle anderen Haushalte hatten hingegen im Schnitt Einbußen von vier Prozent erlitten und konnten daraufhin noch über ein Vermögen von 133,817 USD verfügen.

Verantwortlich für diese Diskrepanz sei die Konzentration des Vermögens der ärmeren Haushalte auf zumeist eigengenutzte Immobilien, deren Preise im Berichtszeitraum stagniert hatten, wogegen wohlhabende Haushalte vermehrt Finanzanlagen halten und von Kursgewinnen bei Aktien und Anleihen profitieren konnten.

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Das Vermögen der 111 Millionen ärmeren Haushalte sank dadurch um 600 Milliarden Dollar, wodurch der Anteil der reichen Haushalte am Gesamtvermögen um sieben Prozentpunkte auf 63 Prozent anstieg. Ein reicher Haushalt verfügte 2011 im Schnitt folglich über das 24-fache Vermögen eines ärmeren Haushalts, während dieses Verhältnis 2009 noch bei weniger als dem 18-Fachen gelegen hatte. Die geldpolitische Expansion der US-Notenbank, die für die Kursgewinne wohl die Hauptverantwortung trägt, kam also tatsächlich fast ausschließlich den Reichen zugute. Auf wen aber das aufgrund der monetären Expansion absehbare künftige Ansteigen der Inflationsraten zurückfallen wird, muss sich noch herausstellen.

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