US-Militär sperrt irakische Gefangene in kleine Holzkästen ein

Das sei ganz "human", sagt ein Pentagon-Sprecher

Das US-Militär sperrt irakische Gefangene zur Strafe, wenn sie unbotmäßig sind, in kleinen Isolationskästen (segregation boxes) aus Holz ein, die mitunter gerade einmal ein Meter breit, ein Meter tief und zwei Meter hoch sind. Wie ein Pentagon-Sprecher CNN mitteilte, sei diese Praxis durchaus "human". Keiner sei bislang krank geworden oder sei gestorben.

Angeblich würden Gefangene nicht mehr als 12 Stunden in den engen und klaustrophischen Kästen eingesperrt werden, zudem würden sie Essen und Wasser erhalten und dürften aufs Klo gehen. Alle 15 Minuten würden sie kontrolliert werden, öfter als die anderen Gefangenen. Das dürfte die derart Eingesperrten allerdings wenig beruhigen, während die Praxis Menschenrechtsorganisationen auf den Plan ruft. Das Pentagon hat Bilder der Kästen veröffentlicht, nachdem ein Blogger nach dem Informationsfreiheitsgesetz an diese gelangt ist. Allerdings zeigte man nicht die kleinsten Kästen.