US-Militär tötet Osama bin Laden

Der saudische Salafist hielt sich in der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad versteckt

In der vergangenen Nacht wurde bekannt, dass ein Spezialkommando des US-Militärs in Abbottabad in der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Osama bin Laden mit einem Kopfschuss tötete. Der Sohn eines schwerreichen Bauunternehmers aus Saudi-Arabien galt als Kopf von al-Quaida und wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht, darunter auch die auf die World-Trade-Center-Türme im September 2001. Nun befürchtet man Racheaktionen seiner Anhänger und ruft deshalb zu verstärkter Wachsamkeit auf.

Der amerikanische Präsident Barack Obama meinte bei der offiziellen Verkündigung der Nachricht, dass Osama kein Religionsführer, sondern ein Massenmörder war, der nun seiner gerechten Strafe zugeführt worden sei. Schon vorher hatten sich in Washington und vielen anderen amerikanischen Städten Menschen zu Jubelkundgebungen zusammengefunden, die bis jetzt andauern.

Amerikanischen Medien zufolge kamen bei der Aktion vier weitere Personen ums Leben, darunter ein Sohn bin Ladens. Obwohl ein Hubschrauber notlanden musste, soll es keine amerikanischen Opfer gegeben haben. Angeblich folgte man bereits seit August einer konkreten Spur, die nun zum Ziel führte. Nicht bekannt ist bisher, ob jemand das auf den Saudi ausgesetzte Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar beansprucht.