USA: Grundwasser radioaktiv verseucht

US-amerikanischer Uralt-Meiler hatte verseuchtes Wasser verloren

Im US-Bundesstaat New Jersey hat radioaktiv kontaminiertes Wasser, das aus einem dortigen Atomkraftwerk ausgetreten ist, das Grundwasser erreicht. Der betroffene Grundwasserleiter, von Geowissenschaftlern gewöhnlich Aquifer genannt, versorgt den größten Teil des südlichen New Jersey mit Trinkwasser. Behördenvertreter befürchten, dass die Verseuchung die Brunnen erreichen könnte.

Das Wasser ist bereits am 9. April 2009 aus unterirdischen Rohren des AKW Oyster Creek ausgetreten, dem ältesten Atomkraftwerk der USA, etwa 120 Kilometer südlich von New York City gelegen. Die Umweltbehörden haben die Betreiber angewiesen, dafür zu sorgen, dass die radioaktiven Verunreinigungen nicht die Trinkwasserbrunnen erreichen. Das könne zum Beispiel durch Abpumpen des Grundwassers in der Nähe des AKWs oder dadurch erreicht werden, dass sauberes Wasser in den Untergrund gepresst wird, um so die Verschmutzung von den Brunnen wegzudrücken.

Bei der Verunreinigung soll es sich vor allem um Tritium handeln, das ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs ist und eine Halbwertzeit von 12,32 Jahren hat. Oyster-Creek-Betreiber Exelon hat mit dem Kraftwerk und zahlreichen anderen Beteiligungen und Aktivitäten 2009 einen Gewinn von knapp 750 Millionen US-Dollar gemacht.

Der Austritt des radioaktiven Wassers aus offensichtlich überalterten Rohren ereignete sich seinerzeit nur einen Tag, nach dem die Lizenz des Meilers um 20 Jahre verlängert worden war. Ursprünglich war die Betriebserlaubnis auf 40 Jahre beschränkt gewesen.

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