Vatikan hegt gemischte Gefühle zum Tod bin Ladens

Tod eines Menschen "niemals Grund zur Freude"

Zahlreiche Vertreter von Staaten aus aller Welt beglückwünschten heute Vormittag den amerikanischen Präsidenten zum Tod von Osama bin Laden. Eine der wenigen Ausnahmen war der Vatikan. Sein Sprecher Federico Lombardi meinte, dass der Salafist zwar für "Zwietracht und Hass" zwischen den Völkern gesorgt, den Tod zahlloser unschuldiger Menschen verursacht und die Religion missbraucht habe, aber der Todes eines Menschen könne für einen Christen "niemals Grund zur Freude" sein.

Stattdessen nehme man das Ereignis im Kirchenstaat als Gelegenheit zur Reflexion über die Verantwortung, die jeder einzelne vor Gott und der Menschheit trage, und hoffe, dass der Tod des Terrorfürsten den Hass in der Welt nicht noch wachsen lässt. In pakistanischen Zeitungen wurde teilweise die komplette Erklärung wiedergegeben, teilweise aber auch nur der kritische Teil zu Osama bin Ladens Taten.

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