Viel zu warm

Der April 2010 war im globalen Mittel der wärmste je gemessene April

Und noch ein Rekord trotz der Kälte im Mai bei uns. Nachdem schon die Vormonate seit Januar zu den wärmsten je registrierten gehört hatten, ist auch der April global ausgesprochen warm ausgefallen. Mit 0,73 Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert war der zurückliegende Monat der wärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen. Der zweitwärmste war der April 2007 und der drittwärmste der April 2005.

Das geht aus den am Freitag aktualisierten Daten des Goddard Institutes for Space Studies (GISS) der NASA hervor. Das GISS analysiert Daten von Land- und Meeresstationen (Schiffe, Messbojen etc.) aus aller Welt und eliminiert ggf. Inkonsistenzen und die Effekte der Urbanisierung aus den Messungen, bevor diese in das globale Mittel einfließen. Näheres dazu auf der Seite des Instituts. Dort gibt es für besonders Neugierige auch die Analyseprogramme und Daten zum Herunterladen.

Die US-Wetter- und Ozeanographiebeförde NOAA kommt bei ihren Berechnungen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass der April wärmer als jeder andere bisher gemessene war. Die Werte von NOAA und GISS lassen sich allerdings nicht direkt vergleichen, weil sie sich auf andere Referenzwerte beziehen. Am GISS legt man das Mittel der Jahre 1951 bis 1980 zugrunde, bei der NOAA die Jahre 1901 bis 2000. Umfangreiche Informationen über die Berechnungsverfahren sowie Links zu den Datensätzen gibt es hier.

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