Warnung vor Intelligenten Stromzählern

Die Stromzähler verraten nicht nur personenbezogene Daten, sie sind auch ein neues Sicherheitsrisiko.

In Großbritannien wird wie in anderen Ländern geplant, zur Reduzierung des Stromverbrauchs massenhaft in den Privathaushalten intelligente Messgeräte zu installieren, die Verbrauchsdaten in Echtzeit auch an die Energiekonzerne senden und den Kunden Informationen bieten sollen, wann Strom am billigsten ist. Auf der Hand liegt, dass damit nicht nur ein weiteres Überwachungstool geschaffen wird, das personenbezogene Daten einsammelt, sondern das Fernablesen der Daten auch die Möglichkeit bietet, das gesamte Netz lahmzulegen oder Daten zu klauen.

Die britische Datensicherheitsfirma Detica, die bereits das Verteidigungs- und Justizministerium berät, hat vor den Risiken der intelligenten Stromzähler anlässlich einer Konsultation des Energieministeriums gewarnt. Bislang gebe es 40 Millionen installierte intelligente Zähler weltweit, bei denen es bereits zu Sicherheitsgefährdungen gekommen sei, beispielsweise seien Kundendaten gehackt worden, es sei zu DoS-Angriffen gekommen, selbst Geheimdienste anderer Länder hätten versucht, in die Netze einzudringen, so der Telegraph. Die Zähler und die Netzwerke müssten daher vor Einführung gesichert werden, schließlich zähle die Stromversorgung nach der Regierung zur kritischen Infrastruktur.

Denkbar sei, dass die Zähler durch Würmer infiziert werden, die dann wie in Computernetzen sich von Zähler zu Zähler verbreiten. Auf diese Weise könnte ein ganzes Stromnetz lahmgelegt oder auch einzelne Kunden gesperrt werden. In den USA hat die Firma IOActive bereits demonstriert, dass sich ein Wurm entwickeln lässt, der sich erfolgreich verbreitet hat. Damit ließen sich, so die Firma, Hunderttausende von Privathaushalten zur selben Zeit vom Strom abschalten.

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