Weniger Zubau – trotzdem mehr Ökostrom

Erneuerbare liefern jetzt 27 Prozent in den bundesdeutschen Stromsee

Nach Zahlen des BDEW hat in Deutschland die Stromerzeugung mit Photovoltaik- und Windkraft in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen neuen Höchststand erreicht. Die erzeugte Strommenge aus PV legte gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 32,3 Prozent zu. Dabei hat es in allen sechs Monaten in Folge eine höhere Solarstromerzeugung als in den entsprechenden Vorjahresmonaten gegeben.

Von Januar bis Juni 2014 haben PV-Anlagen insgesamt 19.016 GWh Strom produziert. Auch die Windkraftwerke lieferten laut BDEW im ersten Halbjahr 27.995 Gigawattstunden und damit 9,7 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Insgesamt ist die Ökostrom-Erzeugung aus allen EE-Kraftwerkstypen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 11,6 Prozent auf 53.357 Gigawattstunden gestiegen.

Im letzten Jahr lag der Anteil derErneuerbaren an der Bruttostromerzeugung übers Jahr noch bei 23,4 Prozent. Dieses Jahr wird er voraussichtlich 27 Prozent betragen. Zwar kann Deutschland mit seinen jetzt 27 Prozent noch nicht mit Vorreitern wie den in Sachen Wasserkraft auch geografisch privilegierten Ländern Norwegen (110% Anteil von Ökostrom im Vergleich zum eigenem Stromverbrauch), Schweden (60%), Österreich (65%) und dem Windkraftvorreiter Dänemark (38%) mithalten. Bei der tatsächlich erzeugten Ökostrommenge liegt Deutschland aber schon vorne, und auch beim Anteil von Ökostrom am gesamten Stromverbrauch im Land liegt es jetzt über dem EU-Durchschnitt von 25 Prozent Ökostromanteil.

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