Wie schreibt man ein @? Mhmmm?

Harald Taglinger
Neben der Spur

Darauf haben wir gewartet, ein Stift, der die eigene Handschrift verbessert und Fehler vermeidet. Wenn man ihn lässt.

Das musste ja endlich kommen, denn jeden Sommer gibt es mindestens eine Meldung darüber, dass das elektronische Papier jetzt nicht mehr zu stoppen und endlich marktreif sein wird.

Diesen Sommer habe ich im Gegensatz zu den anderen 18 Jahren davor nichts darüber gelesen. Also muss jetzt die andere Meldung ran. Und natürlich ist das Produkt marktreif.

Wenn wir alle ein wenig Geld zusammen nehmen und die noch fehlenden Tausenden von Dollers auf Kickstarter anbieten, dann wird Lernstift auf uns warten. Das ist ein digitaler Füller, der vibriert, wenn wir einen Fehler machen.

Manche von uns kennen das von ihren Fahrlehrern. Aber Lernstift soll das besser können. Vibrieren und erkennen, ob man gerade einen Fehler macht. Auf Papier, auf herkömmlichem. Denn wir erinnern uns und haben weiter oben aufmerksam gelesen, dass das elektronische Papier noch nicht überzeugen kann und FAST marktreif ist.

Also, zurück zum Lernstift. Das Ding basiert auf Linux und auf Sensoren, die klar erkennen Ahhhhhhh, jetzt will der Harald ein "L" schreiben, wie schön. Und wenn die Sensoren (auch die haben ja ihren Stolz) meine "L"s irgendwie überlebt haben, dann werden sie vielleicht auch sagen: Aber heeeeee, nach einem "L" kann doch kein "X" kommen. Und dann werden sie wie dolle vibrieren und dem Harald eines auf die Finger geben. Wo der doch nur ein Flugticket mit einem Swiss Flug von Zürich nach irgendwo hin notieren und dabei die mit LX beginnende Flugnummer...aber egal.

Schlimmer ist ja, dass Harald vielleicht "LA" schreiben wollte. Aber seine Sauklaue kann natürlich wieder einmal keiner lesen. Und der Lernstift schon gar nicht. Nicht einmal, obwohl er mit Linux gesteuert wird. Und da kommt am Anfang ein "L" und am Ende ein "X" vor.

Egal. Wir zahlen mit, die Idee ist toll, und das elektronisch Papier immer noch nicht da.