You have Gmail

Neben der Spur

"Zu spät", wenn man den Send-Button gedrückt hat und dann feststellt, dass der Name des neuen Chefs gar nicht Adolf lautet. Gmail hilft.

Es ist so banal, dass es schon fast wieder ehrfuchtsgebietend ist. Wir kennen die Situation: da schreibt man seinem neuen Chef ein schleimiges, alle Register ziehendes Mail, dass man es ganz toll findet jetzt in seinem Team zu arbeiten. An a.chef@firma.de zum Beispiel. Man lobt ihn und stellt sich als Mr. Precise vor. Mit Visionen, versteht sich. Stundenlang hat man das Mail bearbeitet, daran gefeilt. Man schickt es los und wird dann bleich und taumelig, weil der Kollege von schräg hinten brüllt: Ah, doch nicht, der heisst doch nicht Adolf, der heisst Alois... das war es dann gewesen. Irgendwie.

Nicht so mit Gmail, sagt Google voller Stolz, man habe da eine Idee in den Labs. Gmail könnte eine UNDO-Funktion anbieten. Also kein Problem, wenn man das Mail doch nicht so ankommen sehen möchte, wie man es ursprünglich losgeschickt hat. Der Trick ist simpel: Die Auslieferung des Mails dauert einfach ein wenig länger (5 Sekunden). Und aus diesem Zwischenraum von Fingerkuppe und Internet kann es dann mittels neuem Feature einfach zurückgeholt werden.

Aha.

Wir kennen also die neue Situation: da schreibt man seinem neuen Chef ein schleimiges, alle Register ziehendes Mail, dass man es ganz toll findet jetzt in seinem Team zu arbeiten. An a.chef@firma.de mit Gmail. Man lobt ihn und stellt sich als Mr. Precise vor. Mit Visionen, versteht sich. Stundenlang hat man das Mail bearbeitet, daran gefeilt. Man schickt es los und wird dann bleich und taumelig, weil der Kollege dummerweise

nach einer Stunde

von schräg hinten brüllt: Ah, doch nicht, der heisst doch nicht Adolf, der heisst Alois... das war es dann gewesen. Irgendwie.