Zahl der Milliardäre in Deutschland gestiegen

Nach einem Ranking der reichsten Deutschen des manager Magazins ist auch insgesamt das Vermögen der Superreichen gegenüber 2009 wieder gewachsen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den reichen Deutschen kaum geschadet, viele sind, so das Ranking "Die 500 reichsten Deutschen", das in einer Spezialausgabe des manager magazins veröffentlicht wurde, schon wieder reicher geworden.

Die Zahl der Euro-Milliardäre ist von 99 auf 103 gestiegen, der Wert der 100 größten deutschen Vermögen wuchs um 0,6 Prozent auf 287,35 Milliarden, das der reichsten 500 von 446,1 auf 455,50 Milliarden. Die reichsten Deutschen sind weiterhin die beiden Aldi-Familien mit 17 bzw. 16 Milliarden, auch wenn das Vermögen der Familie von Berthold und Theo Albrecht jr. um 750 Millionen Euro auf 16 Milliarden gesunken ist, was sie aber kaum wirklich bemerken dürften, ebenso wenig wie die Familien Porsche und Schlecker, die auch Federn lassen mussten.

Ob es dem Rest auch gut geht, wenn es bei den Superreichen nach oben geht, ist fraglich. Die Theorie des Trickle-Down-Effekts, mit dem man Steuernachlässe für die Reichen gerne begründet hat, scheint nicht zuzutreffen. Wenn man sich nur die geografische Verteilung der reichen Familien und Einzelvermögen ansieht, dann lässt sich zumindest hier auch eine starke Konzentration feststellen. Während der Osten Deutschlands kaum Reiche aufweist und als eine Wüste erscheint, ballen sich die Reichen in Hamburg, München, Düsseldorf und Stuttgart.

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